WS 2015/16

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Queer-feministische Ökonomiekritik (Bini Adamczak, Mareike Bernien)

Wie wollen wir arbeiten? Wie lange, wie schnell, mit welcher Qualität und Intensität? Mit wem? Und wollen wir überhaupt arbeiten oder lieber nicht? Welche Bedürfnisse wollen wir befriedigen? Und welche Arbeiten braucht es zur Befriedigung dieser Bedürfnisse? Wie lassen sich also Produktion, Konsumtion und Zirkulation miteinander vermitteln? Wer arbeitet für wen? Diese Fragen können wir nicht selbsterklärten Wirtschaftsexpertinnen überlassen, denn sie betreffen unser aller Leben. Bestimmen die Bedürfnisse die Ökonomie? Oder entscheidet die Ökonomie, wen, was und wie wir begehren? Was zählt überhaupt alles als Arbeit? Straßen bauen, Bügeln, Filme machen, Kriege führen, Alte pflegen? Machen wir die Arbeit, die zu uns passt? Oder macht die Arbeit uns zu dem, wer wir sind: Bäuerinnen, Studentinnen, Väter, Politikerinnen? Männer, Lesben, Künstlerinnen, Migrantinnen? Lässt sich Ökonomie anders organisieren? Haben wir bessere Ideen als die Langeweile des Immergleichen?

In dem Seminar wollen wir alle zwei Wochen gemeinsam Theorietexte lesen, verstehen und besprechen. In Kombination damit werden wir visuelle Materialen sichten, um zusätzlich eine praktische Annäherung an das Thema zu finden.

Di. 27.10. 18-20 Uhr (Vortreffen)

Di. 17.11., 01.12., 8. 12., 12.1., 26.1., 9.2., jeweils 17-20 Uhr

Raum: 0325

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Kolloquium der Theorie und Praxis (Bini Adamczak, Mareike Bernien)

Das Kolloquium ist ein Treffen all derjenigen, die schon im Arbeitsbereich Theorie und Praxis vertieft studieren oder interessiert an diesem sind. Gemeinsam diskutiert werden hier Konzepte, Projekte und Abschlussarbeiten. Die Treffen sind offen für alle aktuell und ehemalig Studierende der unterschiedlichen Semester und Studiengänge.

Mi. 21. 10., 18.11., 9.12., 27. 1., jeweils 14-19 Uhr

Raum: 0325

REMAINS. Geschichte und Vergessen am Objekt „Kunsthochschule Kassel“

Jan Peters & Volko Kamensky in Zusammenarbeit mit Johanna Schaffer & Mareike Bernien

Geschichte wird re-konstruiert / erzählt nicht nur über absichtsvoll erstellte Dokumente, die bereits im Moment ihrer Entstehung ihre spätere Rezeption durch nachfolgende Generationen mitdenken; sie lässt sich auch erzählen über die unwillkürliche Zeug*innenschaft vorgefundener “Überreste” (engl. remains). Diese Fragmente verweisen in einem postfaschistischen und postkolonialen Raum oft auf ein absichtsvolles Verschweigen-Wollen oder ein Vergessen-Machen, das durch strukturell begünstigte Ignoranz gestützt ist.

Auch bei der Darstellung der Geschichte einer Kunsthochschule wird häufig auf Traditionsquellen zurückgegriffen, d.h. auf Urkunden und Berichte, die in der Absicht erstellt werden, die Leser*innen über Gegenwart und insbesondere Vergangenheit zu unterrichten. Wendet man sich hingegen den oft übersehenen, wenn nicht vergessenen Überresten zu– oder besser noch: stößt sich an ihnen – so zeigt sich mitunter plötzlich ein maßgeblich anderes Bild vergangener und gegenwärtiger Realitäten.

Was ist also im Stadtarchiv über die Schulgeschichte zu finden? Was liegt in den Kellern der Kunsthochschule vergraben? Welche ästhetischen Formen wurden wann gelehrt? Wer konnte hier studieren und wer nicht? Was hat Gestaltung, Film und Kunst mit Politik zu tun und welche Politiken verfolgt Gestaltung, Film, Kunst? Und was davon wollen wir wie und aus welchem Grund erzählen?

Das Projekt ist für zwei Semester angelegt. Die im Verlauf entstehenden Arbeiten sollen im November 2016 in einer Ausstellung in Genf in Zusammenarbeit mit der dortigen Kunsthochschule HEAD präsentiert werden. Die Ausstellung soll anschließend auch im Rahmen des Kasseler DokFest zu sehen sein und von einer Publikation begleitet werden.

Dienstag, 20.10., 10.11., 01.12., 15.12., 12.01., 09.02., jeweils von 13-16 Uhr

Raum 0232 (Atrium)

schreibwerkstatt

Schreibwerkstatt

Schreiben als Teil des Studiums, als künstlerische, gestalterische, literarische, wissenschaftliche Arbeit – wie geht das?

Wir treffen uns als studentisch organisierte Initiative regelmäßig, um an unseren Texten zu arbeiten. Wir lesen vor, geben uns Feedback, üben Kritik. Wir machen gemeinsam Schreibübungen und diskutieren Feedbackmethoden. Ziel ist es, unsere Texte zu verbessern und den Kontext, in dem und für den wir schreiben, zu reflektieren. Die Schreibwerkstatt ist angesiedelt an der Kunsthochschule Kassel, jedoch offen für Studierende aller Fachbereiche. Im Wintersemester 2015/16 steht das regelmäßige Feedback zu unseren Texten zentral. Weiterer Schwerpunkt ist die Frage, wie und wo wir unsere Texte veröffentlichen (wollen).

Mo 17-19 Uhr Raum: 0325

Offene Schreibwerkstatt

Wenn ihr selbst schreibt und die Schreibwerkstatt kennenlernen wollt, kommt gerne zu unseren offenen Treffen im Papiercafé! Aktuelle Termine findet ihr hier:
https://www.facebook.com/papiercafekassel
Wenn ihr die Termine direkt zugeschickt bekommen möchtet, könnt ihr uns auch schreiben:
schreibwerkstatt.kassel(at)gmail.com