FINAL DEGREE PROJECTS

Förderband

… ist ein informativer animierter Kurzfilm, der sich der Frage stellen möchte, wie heute Erinnerungskultur anhand des deutschen Kolonialismus stattfinden könnte. Wie wird erinnert, von welchen Bildern sind wir geleitet und wer erzählt die Geschichte, bisher? Wie kann über koloniale Gewalt nachgedacht werden, ohne sie zu reproduzieren? Die Untersuchung dekolonialer ästhetischer Strategien steht dabei im Fokus meiner eigenen künstlerischen Produktion. 

Lisa Kuhlmann studiert seit 2012 Visuelle Kommunikation an der KhK und bedient sich vorwiegend des animierten bewegten Bildes als Ausdrucksmittel.

Bild: Lisa Kuhlmann

Comic Relief

Braucht jeder Witz ein Opfer, um lustig zu sein? Ich ging zum Lachen in den [alt right] Ekelkeller. Dort unten werde ich ein bisschen bleiben, um herauszufinden, wie sich Strukturen zeitgenössischen Humors in queeres Potential verwandeln lassen. Vielleicht finde ich etwas Lustigeres als Witze, denn die sind oft recht langweilig.

Does every joke need a victim to be funny? After going down to the basement to laugh, I’ll stay down here a bit and find out how structures of contemporary humor can be transformed into a queer potential.

Maybe I’ll find something funnier than a joke, because jokes themselves are fairly boring.

Robin Vehrs (* in Hamburg) studiert seit 2013 an der Kunsthochschule Kassel Visuelle Kommunikation. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Dekonstruktion gängiger Comic-Ästhetiken, die Nutzung der Beschissenheit des Mediums als Chance und die Schaffung naiver, schlichter Welten, die sich mit den Traurigkeiten des Alltags auseinandersetzen. Er ist Mitglied und Mitbegründer des Institute for Contemporary Cartooning (ICC).

Robin Vehrs (* in Hamburg) has been studying visual communication at the Kunsthochschule Kassel since 2013. His work focuses on deconstructing common comic-aesthetics, using the crappiness of the medium as a chance whilst creating naive, unpretentious worlds dealing with the sadnesses of everyday life. He is member and co-founder of the Institute For Contemporary Cartooning (ICC).

Illustration: Robin Vehrs

Zoom Out, Zoom In, Stay Inbetween

Ich beobachte und konstruiere die Anderen. Sehen ist physisch, doch die menschliche Wahrnehmung ist begrenzt. Ein Bild ohne Horizont impliziert, dass die, die blicken, nicht Mittelpunkt der Welt sind.

Die Videoinstallation Zoom Out, Zoom In, Stay Inbetween zoomt in, out, und inbetween Bildpolitiken und Selbstverortung. Sie versteht sich sowohl als Dekonstruktion gewaltvoller Blicke wie auch als utopischer, fiktionaler, spekulativer, organischer Denkraum.

I observe and construct others. Seeing is physcial, but human perception is limited. An image without horizon implicates that those who observe are not the centre of the world.

The video installation zoom in zoom out stay inbetween meanders out, in, and inbetween image politics and questions of self positioning. It aims at deconstructing the architecture of violent gazes and at opening up an utopian, fictional, speculative, organic space of thought.

Thea Drechsler macht Videos, Musik und Vermittlung.

Thea Drechsler engages in video creation, music making and transmission of knowledge.

Videostill: Thea Drechsler

Concepts of Care

Die begehbare Rauminstallation Concepts of Care rückt Begegnung, Nähe und qualitative Beziehungen in den Fokus. Fragen nach dem eigenen sozialen Leben stehen im Raum: hörbar, sichtbar, fühlbar. Wie steht Fürsorge mit Arbeit in Zusammenhang? Wie mit Ökologie, Ökonomie und gesellschaftlicher Teilhabe? Concepts of Care ist ein Ort der Heilung und der Selbsterfahrung, als Kunstwerk, als soziales Tool. 

Johanna Brummack studiert Kunst und Französisch in Kassel mit den Schwerpunkten experimentelle Fotografie und Video.

Visual: Johanna Brummack

 

Multiple Capaciousness (Multiple Weite)

Die Arbeit Multiple Capaciousness (Multiple Weite) stimuliert und verwebt unterschiedliche Wahrnehmungsstränge, um nach den räumlichen, zeitlichen und psycho-sozialen Bedingungen für politische Handlungsmacht in komplexen Kollektivitäten zu fragen. Auf der Suche nach Schwellenorten zum Spielen und Verweilen sind a-polarisierende Handlungsmöglichkeiten zentral. Wo und wie kann Raum für jene Aufmerksamkeit entstehen, auf deren Grundlage Konflikte entindividualisiert, emotionale Post-Knappheit ermöglicht und Entscheidungen bedürfnis- und fähigkeitsbasiert getroffen werden können – in aller Widersprüchlichkeit?

Sky M. J. Carranza studierte seit 2013 an der Kunsthochschule Kassel, UdK Berlin und  arbeitete 2017-18 mit ÜBERMORGEN an der KHM Köln.

Visual: Sky M. J. Carranza

 

C0MP3T3T1V3 F3371N65

C0MP3T3T1V3 F3371N65 eröffnet einen Raum zum einvernehmlichen Spielen mit Porzellandildos und einem Regelwerk, das sich selbst aufzuheben versucht.
Teilnahme erwünscht.
C0MP3T3T1V3 F3371N65 opens a space for consensual play with dildos of porcelain and a ruleset that tries to negate itself.
Participation is desired.
 

Mein Name ist Christoph Schnerr und meine künstlerische Praxis beschäftigt sich überwiegend mit Spiel(mechaniken), Wettbewerb und dem menschlichen Körper.

My name is Christoph Schnerr and my field of interest is inbetween games, body and competitiveness.

Foto: Christoph Schnerr

Modulare Systeme in der Staatlichen Hochschule für bildende Künste von Paulfriedrich Posenenske

In einer gedruckten Publikation sollen die modularen Konzepte erläutert werden, die der Architekt und Professor Paulfriedrich Posenenske für “seine Schule”, dem heutigen Nordbau der Kunsthochschule Kassel, entwickelte. Einige davon werden in ihrer eigentlichen Funktion nicht mehr genutzt oder sind gänzlich verschwunden. Die Publikation wird Gelegenheit für eine Auseinandersetzung mit den Intentionen des Architekten bieten und Hintergrundwissen zu den Entscheidungen Posenenskes, der Planung und Ausführung, damalige Nutzung und heutigen Situation des Gebäudes anbieten.

Jan Mensen studierte seit 2014 in der Klasse Redaktionelles Gestalten an der Kunsthochschule Kassel.

Grafik: Jan Mensen

 

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Gizem Akbas, 1991 in Frankfurt am Main geboren, studiert bildende Kunst und Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel.

Begonnen mit einem Lehramtsstudium in den Fachbereichen Philosophie und Kunst, brach sie 2014 das Studium zu gute einer vielversprechenden Karriere als Künstlerin ab. 

 

Gizem Akbas arbeitet seit Februar 2019 für die GOOD© Company Kassel.

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GOOD© Company – Denn nur Glückliche Menschen können gute Menschen sein –

MITTAG

Die Mini-Serie MITTAG befasst sich mit dem Leben dreier Frauen unterschiedlicher Generationen. Innerhalb von fünf kurzen Folgen werden die Figuren eingeführt, ihre Beziehung zu einander etabliert und die ersten Konflikte aufbaut. Anhand der Figuren werden Themen wie Weiblichkeit, Unabhängigkeit, Übergänge, kulturelles Erbe, familienbedingte Traumata und Gewalt behandelt.

The mini series MITTAG deals with the lives of three women of different generations. Within five short episodes the characters will be introduced, their relationship established and the first conflicts built up. Femininity, independence, transitions, cultural heritage, family traumas and violence are being addressed as topics.

Sevda Güler ist gelernte Fotografin und mag Oliven. Sie studiert seit 2012 an der Kunsthochschule Kasel Visuelle Kommunikation und parallel dazu seit 2016 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.

Sevda Güler is a trained photographer and likes olives. She has been studying Visual Communication at Kunsthochschule Kassel since 2012 and, since 2016, has also been studying at the School of Fine Arts Hamburg.

Bild: Sevda Güler