SoSe 2026

DIE ‘THEORIE & PRAXIS DER VISKOM’ IST EIN ARBEITSBEREICH (DH KEINE KLASSE)

Die ‘Theorie & Praxis der Visuellen Kommunikation’ ist als Arbeitsbereich organisiert und nicht als ‘Klasse’. Das bedeutet, dass die Lehrveranstaltungen und die Projekte, die hier angeboten werden, allen Studierenden der KhK / der Uni Kassel offen stehen. Genauere Informationen zu Anmeldungen und Wünschen der Lehrenden in Bezug auf Verbindlichkeit finden sich in den Beschreibungen der LVs bzw. der Projekte.

Und voilà der Link zum allgemeinen ->  KhK Kalender

Kolloquium

Übung: Johanna Schaffer, Miriam Schickler

Zweiwöchentlich, Mittwoch 16:00-18:30 (pünktlich):

15.04., 29.04., 13.05., 27.05., 10.06., 24.06., 08.07.26

Anmeldungen bis 14.04.26 bei Ebony Schneeweiß: uk081401ATstudent.uni-kassel.de

Im Kolloquium gemeinsam diskutiert werden Konzepte, Projekte und Abschlussarbeiten. Das Kolloquium ist offen für Studierende aller unterschiedlichen Semester und Studiengänge. Es bietet die Möglichkeit, über die eigene Arbeit und die Projekte anderer Studierender aus verschiedenen Praxisperspektiven zu diskutieren. Und: das Kolloquium ist für den Verlauf des Semesters verbindlich. Zum ersten Treffen können alle Interessierten kommen, ab dem zweiten Treffen gilt: die, die mitmachen, kommen zu jedem weiteren Treffen. Weitere Spielregel: jede der anwesenden Studierenden diskutiert ein Mal im Semester ein eigenes Projekt mit und vor der gesamten Gruppe. Das Kolloquium findet in Präsenz statt (nachdem wir immer noch in pandemischen Verhältnissen arbeiten, gibt es bei Bedarf und nach Rücksprache für Teilnehmende die Möglichkeit, online zuzuhören).

Im Lehramt Kunst anrechenbar als L3_Modul 24.

Visual: Ebony Schneeweiß

Stimme als Praxis, Stimme als Konzept

Seminar: Miriam Schickler

Zweiwöchentlich, Donnerstags 14:00 – 17:00 Uhr (pünktlich) ab 16.04.2026, Raum 0325 (Arbeitsraum der TuP)

16.04., 30.04., 21.05., 28.05., 11.06., 25.06., 16.07.2026

Anmeldung bis zum 16.04.2026 bei miriam.schickler@uni-kassel.de

Die Stimme ist ein komplexes und schwer fassbares Konzept. Sie ist eine gängige Metapher für politische Partizipation („abstimmen“ oder „eine Stimme haben“). Sie kann ein wichtiger Ausdruck von Körperlichkeit sein, ganz ohne Körper existieren, von anderen Körpern vereinnahmt oder künstlich erzeugt werden. Die Wahrnehmung und Bewertung der Stimme ist trotz ihrer materiellen Existenz sehr abhängig davon, wer ihr wann und wo zuhört.

In diesem Seminar wollen wir uns dem Konzept der Stimme aus verschiedenen Richtungen annähern. Wir lesen Texte aus den Sound und Gender Studies, den Filmwissenschaften und der Rassismusforschung. Außerdem hören und sehen wir uns an, wie Stimmen in pop-kulturellen und künstlerisch-gestalterische Arbeiten benutzt, thematisiert und inszeniert werden.

Für die Teilnahme am Seminar inklusive vorbereitendem Lesen ausgewählter Texte gibt es einen Teilnahmenachweis (‘Schein’) über 2 SWS.

Visual: Ebony Schneeweiß

Worte sehen, Bilder schreiben. Eine Werkstatt für vielsprachiges und visuelles Erzählen Teil 2

Lesen, Schreiben, Übersetzen, Editieren – Mich und Andere.

Übung: Ju Bavyka (1 SWS)

11. und 12.05.26, 10.00 –15.30, 13.05.26, 10.00 – 11.30

Anmeldung bis 06.05.26 bei ju.bavyka AT gmail.com

Minimale Teilenehmendenzahl: 6, max. 18

Dies ist Teil 2 der im Wintersemester 2026 begonnenen Lehrveranstaltung: Offen für alle (auch neu Einsteigende), die mit Text und Bild arbeiten und Schreiben auch als Übersetzungsarbeit zwischen Sprachen, Medien und Inhalten verstehen. Die Übung wird aus einer vielsprachigen Perspektive geleitet und lädt dazu ein, unterschiedliche Ausdrucksformen zu erkunden. Wir werden literarische Texte und Lyrik lesen, das Schreiben und Editieren üben und unsere Arbeiten diskutieren. Gelesen wird auf Deutsch, Englisch und in mehrsprachigen Texten, diskutiert auf Deutsch sowie in multilingualen Formaten.

Ju Bavyka (they/them) ist ein∙e freischaffende∙r visuelle∙r Künstler∙in und Schriftsteller∙in. Ju wuchs in Kasachstan auf und studierte Architektur an der Universität Kassel und Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel. Ju schreibt, publiziert und stellt aus, alles davon aus einer queerer und migrantischen Perspektive, und lebt zwischen Sydney und Berlin.

Visual: Ebony Schneeweiß

Dialoge Schreiben – Ein Workshop mit Lilly Axster

Übung: Lilly Axster, gehostet von Johanna Schaffer

Ort: tup Arbeitsraum

28.05.2026, 11.00 – 18.00 (mit Pausen)

Dieser eintägige Workshop ist dem Schreiben und der Theatralität von Dialogen gewidmet. Mitmachen können bis zu 15 Personen, Anmeldung bis 22.05.26 bei Ebony Schneeweiß: uk081401ATstudent.uni-kassel.de

Lilly Axster veröffentlicht als Autorin seit den frühen 1990er Jahren Theaterstücke, Bilderbücher und Romane, mit einem Schwerpunkt in der Jugendliteratur. Lilly arbeitet auch seit vielen Jahren bei Selbstlaut, einer kollektiv organisierten Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen, und ist seit vielen Jahren am Planet 10 beteiligt, einem queer migrantisch antirassistischen Haus in Wien.

Visual: Ebony Schneeweiß

Trans Rage und Antifaschismus: Eine Lese-, Play- und Praxis-Gruppe

gehostet von NB Spiders und Johanna Schaffer

Alle zwei Wochen immer dienstags, 16.30- 19.00, Beginn 14.04.2026

Ort: TuP Arbeitsraum, Nordbau, 0325

Diese Lesegruppe ist eine öffentliche Veranstaltung. Das Format ist eine Fortführung der Lesegruppe des Sommersemesters 2025, die dieses Semester gehostet wird von NB Spiders (riprip und Arbeitsbereich Games) und Johanna Schaffer (Theorie&Praxis der Visuellen Kommunikation). Teilnehmen können alle Interessierten, Studierende ebenso wie Nicht-Studierende. Es wird kein Vorwissen erwartet, aber Durchhaltevermögen: wir lesen Theorie zusammen, das ist anstrengend. Und wir probieren verschiedene Methoden aus, um das Lesen von Theorie-Texten zugänglicher zu machen. Mindestens ein Treffen ist dem Spielen und Diskutieren von Games gewidmet. Wir wünschen uns Neugier und einen freundlichen Umgang miteinander. Wir beginnen jedes Treffen mit einem kurzen Austausch darüber, wie wir zusammen arbeiten wollen. Studierende können für die Teilnahme einen Theorie-Schein erhalten, wenn sie einen kurzen Textinput von ca 10 Minuten vorbereiten.

Content Info: In dieser Gruppe lesen wir Texte von Trans Autorinnen, die gelebte Trans Realitäten diskutieren. Deshalb zitieren die Texte auch transfeindliche Ideologien und Formulierungen.

Unsere Lese- und Spielvorschläge sind:

Maxi Wallner (2025), Escalating Cisness: Fascism and ‘Gender Ideology’ 

Susan Stryker (1994), My Words to Victor Frankenstein Above the Village of Chamounix: Performing Transgender Rage

Tabitha Nikolai, Ineffable Glossolalia 

alienmelon, she danced in the wind like a holographic dream before the world died

Danielle Brathwaite-Shirley, Black Trans Archive 

Visual: Ebony Schneeweiß

Handreichung hier

ZUM SCHRIFTLICHEN TEIL DER KÜNSTLERISCHEN ABSCHLUSSARBEIT

Übung: Johanna Schaffer

Nordbau, tup Arbeitsraum = 0325

25.06.2026, 11.00 – 13.30

Anmelden bitte bis  bei  Ebony Schneeweiß: uk081401ATstudent.uni-kassel.de

Um Euch bei der Ideenfindung darin zu unterstützen, wie der schriftliche Teil Eures Abschlusses aussehen könnte, werde ich Beispiele mitbringen, wie andere diese Aufgabe gelöst haben. Ich werde Euch das Interview als Textform und als schöne, wenn auch arbeitsaufwändige Lösung zeigen dafür, wie man zu einem Text kommen kann; und ich werde über Titelblatt, Gliederung, Inhaltsangabe und Literaturangaben sprechen, und darüber, welche Regeln es für das Zitieren gibt.

Visual: Ebony Schneeweiß

WRITING FROM MISTAKES / MISTAKES FORM WRITING

Für die GBB: Ein Schreibworkshop mit Enis Maci

01. und 02. Juni 2026, 12.30 – 15.30

Ort: literarisches colloquium berlin, Am Sandwerder 5, 14109 Berlin

Anmeldung bis 18.04.2026 bei johanna.schafferATuni-kassel

ENGLISH  The participants will bring the texts they want to work on in the workshop. When working on them we want to start from the ambigious notion of the „artefact“:

artefact

— a human-made object, something that was formed by human intervention (archeology, academic language)

— a change, damage or injury brought about one’s own body [with the intention to deceive]

— interference, noise, an unintentional error arising from technical conditions or human intervention in statistics, electronics, microscopy, photography, etc.

What kinds of such flawed, weird things arising from glitches in method or calculation are hidden in my text? How do they relate to my work as such? Can we focus our attention on these biblical beams in our own eyes, of all things? Can we peel back the incidental, the side quests and mistakes, to reveal the essential? How can we harness the flaws in our texts for the so-called main thing (say: the PhD, the (artistic) work, the exhibition)? In the workshop, we will confront ourselves with these and other questions.

DEUTSCH Die Teilnehmerinnen bringen die Texte mit, an denen sie während des Workshops arbeiten wollen. Bei der Bearbeitung wollen wir vom vieldeutigen Begriff des Artefakts ausgehen:

Artefakt, das

— etwas von Menschenhand Geschaffenes; Gegenstand, der seine Form durch menschliche Einwirkung erhielt (Archäologie, Bildungssprache)

— [mit Täuschungsabsicht] am eigenen Körper herbeigeführte Veränderung, Schädigung, Verletzung (Medizin)

— Störsignal, Rauschen, unabsichtlich erzeugtes, durch technische Woraussetzungen oder menschlichen Eingriff entstandener Fehler in Statistik, Elektronik, Mikroskopie, Fotografie, etc.

Welche solchen die eigene Arbeit betreffenden oder aus ihr hervorgegangenen fehlerhaften, weirden, durch Glitches in Methode oder Berechnung entstandenen Dinger sind da in meinem Text verborgen? Können wir den Blick ausgerechnet auf diese biblischen Balken im eigenen Auge richten? Aus dem Nebensächlichen, den Side Quests und dem Inkorrekten, das Wesentliche herausschälen? Wie können wir die Makel unserer Texte urbar machen für die sogenannte Hauptsache (etwa: den PhD, das Werk, die Ausstellung)? Diesen und weiteren Fragen werden wir uns stellen.