Seminar: Miriam Schickler
Zweiwöchentlich, Dienstags 16:00 – 19:00 Uhr (pünktlich) ab 20.10.2026, Raum 0325 (Arbeitsraum der TuP)
20.10., 03.11., 17.11., 01.12., 15.12., 19.01., 02.02.
Anmeldung bis zum 20.10.2026 bei miriam.schickler@uni-kassel.de
Wissenschaftler*innen, aber auch Künstler*innen und Gestalter*innen wurden in den vergangenen Jahren von politisch rechten Kontexten zunehmend mit Aktivismusvorwürfen konfrontiert. Dies trifft vor allem Fächer und Perspektiven, die gesellschaftliche Normen in Frage stellen und kritisieren, wie zum Beispiel die Disability Studies oder die Gender Studies.
In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit einigen Formen der deutschsprachigen Wissens- und Theoriebildung, deren historische Anfänge auf den Straßen und in selbstverwalteten Räumen zu verorten sind, also fernab von Institutionen. Zum Beispiel schauen wir uns an, welchen Beitrag der Aktivismus der Behindertenbewegung zur Entwicklung der deutschsprachigen Disability-Studies geleistet hat, oder in wieweit die selbstorganisierten Bündniskonferenzen von migrantischen, jüdischen und Schwarzen Frauen und Lesben das Verständnis von Intersektionalität mit geprägt haben.
Über ausgewählte Texte, Dokumente und audiovisuelle Medien untersuchen wir die Zusammenhänge zwischen Bewegungsgeschichte, Bewegungswissen und deren Verhältnis zur Institutionalisierung.
Für die Teilnahme am Seminar inklusive vorbereitendem Lesen ausgewählter Texte gibt es einen Teilnahmenachweis (‘Schein’) über 2 SWS.