LEHRVERANSTALTUNGEN

Über Choreographie, Praxis und Verkörperungen // On Choreography, Practice and Embodiment

Lehrveranstaltung: Ian Kaler.

Kurs ist leider schon voll….. [The course can be held in German or English. Für 12 Teilnehmer*innen: we will meet on Zoom, please register with saskia.kaffenbergerATstudent.uni-kassel.de]

16.12.20, 15.00 -18.00 (mit Johanna Schaffer für die Einleitung)
13.01.20, 15.00 -18.00
03.02.21, 16.00 -19.00

 

Zusätzliche Einzelbesprechungstermine bitte ab 01.12.20 direkt  ausmachen: mail@iankaler.org

Im Rahmen der online Lehrveranstaltung werde ich anhand eines Warm-ups oder Tuning-Ins eine Verbindung von somatischer Praxis zur jeweils eigenen Körperwahrnehmung und Anwendung mentaler Bilder vorschlagen. Diese geteilte Praxis ist Ausgangspunkt für uns, um über mögliche Anwendungen von Choreografie zu sprechen — auch in Bezug auf Eure eigenen Projekte. Ich verstehe Choreografie als zeit- und prozessbasierte Untersuchung von Verhältnissen von Körperlichkeit_en und space/Raum und als politische Einschreibung. Es sind keinerlei Bewegungs- oder Tanzvorkenntnisse erforderlich.

Ian Kaler studierte Transmediale Kunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien und absolvierte den Pilotstudiengang Zeitgenössischer Tanz, Kontext, Choreographie am HZT / UdK Berlin. Seit 2010 entwickelt er im Austausch mit verschiedenen Künstler_Innen Stücke in choreografischen Reihen, die von Arbeiten in (visuellen) Medien begleitet werden. 2015 – 2019 entstand Kalers choreographische Reihe „o.T.“, die er gemeinsam mit Musikproduzent_In Planningtorock und anderen eingeladenen Gäst_Innen entwickelte. Die Uraufführung von ON THE CUSP, Kalers erster Choreografie für 16 Tänzer_Innen des Cullbergballeten, fand im TQW 2019 statt. Parallel arbeitete er als choreografischer Leiter und Performer mit Planningtorock an der Musical Show Powerhouse.

Ian Kaler entwickelt analog zu seinen choreographischen Serien als Researchformate Workshops für professionelle Tänzer_Innen mit Mixed Abilities und anderen (künstlerischen) Hintergründen als dem Tanz; zuletzt via Zoom für Studierende der Klasse für Bühnen- und Filmgestaltung (Angewandte Wien) zu Fragestellungen von Präsenz, somatischer Praxis und Videoräumen in Zusammenhang mit den aktuellen Arbeits- und Lebensbedingungen.

Visual: Lien Woywod

EIN PROJEKT ZU (DISKRIMINIERUNGS)KRITISCHER SEXUELLER BILDUNG

Es können insgesamt 12 Leute teilnehmen, und wir haben schon 12 Anmeldungen. Wer auf die Warteliste will, schreibe bitte an johanna.schafferATuni-kassel.de. Wir werden auf Zoom arbeiten. Dies ist eine Weiterführung eines Projekts, das letztes Semester begann.

Voraussichtliche Termine für weitere Treffen (v.a. die Uhrzeit kann sich noch ändern):

03.12.20, 14.00 – 17.00 Uhr

07.01.21, 14.00 – 17.00 Uhr

Diese Lehrveranstaltung ist als Projekt angelegt, das gemeinsam mit Studierenden der Kunsthochschule und Personen von SCHLAU KASSEL durchgeführt wird, die „Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit zu geschlechtlichen Identitäten und sexuellen Orientierungen“ mit Schulen und Jugendlichen und jungen Erwachsenen machen (siehe schlau-hessen.de). 3 Nachmittags-Blöcke: Im ersten Treffen werden bestehende visuelle Materialien zu sexueller Bildung aus diskriminierungskritischer Perspektive gemeinsam diskutiert, besonders die soeben in Wien entstandene Publikation „Mit Bildern zu Lust und Begehren arbeiten“. Für ein zweites Treffen werden Gäste eingeladen, die zum Thema forschen, um gemeinsam mit ihnen zu diskutieren. In einem dritten Treffen werden bestehende visuelle Materialien weiter entwickelt. Mit Ende des Projektes soll den Projektteilnehmenden visuelles Material als ‚Werkzeugkiste’ zur Verfügung stehen, das die eigene Bildungsarbeit unterstützen kann kann.

Workshop mit Franziska Schreiter am 07.01.21, 14-17.00: Theorie und Praxis der sexuellen Bildung: Diskriminierungs- und machtkritsche Herangehensweisen

In dem Workshop sollen Grundlagen der sexuellen Bildung erschlossen werden – mit Hilfe theoretischer Inputs und verschiedener Methoden. Dabei stehen die Teilnehmenden im Mittelpunkt, was persönliche Bezüge und Reflexionen anbelangt, aber auch hinsichtlich praktischer Schlussfolgerungen. Ausgehend von queertheoretischen Grundlagen wollen wir uns in dem Workshop mit Körper, Geschlecht, Begehren und deren Visualität beschäftigen und welche gesellschaftlichen und politischen Dimensionen damit einhergehen. Dabei liegt ein Fokus auf Heteronormativität und Diskriminierung aufgrund von Geschlecht bzw. Sexualität und der intersektionalen Betrachtung von Machtverhältnissen. Am Ende der Veranstaltung wäre es schön, wenn die Teilnehmenden für sich und ihre Praxis Wissen und Strategien mitnehmen, um in ihren spezifischen Umfeldern diskriminierungssensibel agieren zu können.

Franziska Schreiter promoviert aktuell zu Subjektvierungsprozessen bei Grundschülerinnen in Hinblick auf (Hetero-)Normativität im Fachbereich Erziehungswissenschaften. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Gender und Queer Studies mit dem Fokus auf Schule und Kinder und in der (hetero-)normativitätskritschen Hochschullehre. Franziska ist studierte Lehrerin und außerschulische Kunstpädagogin. Seit vielen Jahren engagiert sie sich außerdem in der politischen und sexuellen Bildungsarbeit und unterstützt zudem Betroffene sexualisierter Gewalt. Ihr theoretischer Fokus liegt auf der machtkritischen Analyse gesellschaftlicher Ungleichheitsverhältnisse und der Formulierung und Vermittlung praktischer Konsequenzen hieraus. Dabei sollten pädagogische Schlussfolgerungen u.a. eine kritisch-dekonstruktive Haltung, die Reflexion eigener Eingebundenheiten und Positonierungen und eine fehlerfreundliche und hierarchiearme Praxis sein. Vielfalt von der Vielfalt aus zu denken stellt demzufolge einen Aspekt dar auf dem Weg zu einer diskriminierungsärmeren Gesellschaft.

 

Das Projekt ist eine “Lehrveranstaltung mit Service Learning”, das bedeutet, es hat 1500.- Euro bekommen aus dem QualitätsPaktLehre-Topf des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Die ‘Theorie & Praxis’ ist ein Arbeitsbereich (dh keine Klasse!)

Die ‘Theorie & Praxis’ ist als Arbeitsbereich organisiert, und nicht als ‘Klasse’. Das bedeutet, dass die Lehrveranstaltungen und die Projekte, die hier angeboten werden, generell allen Studierenden der KhK / der Uni Kassel offen stehen. Genauere Informationen zu Anmeldungen und Wünschen der Lehrenden in Bezug auf Verbindlichkeit finden sich bei den Beschreibungen der LVs und der Projekte selbst.

Digital Discord Brunch, mit Inputs

Verschoben – vielleicht auf Wintersemester 2020/21?

Cilian Woywod, Robin Vehrs, Johanna Schaffer

Dies ist eine Fortsetzung des Morning Workouts in verändertem Format. Alle sind willkommen, auch Newcomer. Es gibt drei Termine und für jeden Termin 2 Stunden, mit Zeit für Pausen, Zeit um Moderation zu üben und Zeit für Dekompression am Ende.

Für jedes Treffen sollen alle Personen, die teilnehmen, ein bestimmtes Referenzmaterials vorher angesehen, gelesen, gehört haben. Die, die wollen, können 3-5 Minuten Inputs mitbringen, die gerne auch auf anderes Material verweisen können.

Wir wollen weiterhin gemeinsam die Erfahrungen der Kommunikation online reflektieren. Dazu stellen wir neben dem discord-Server auch eine virtuelle Tischdecke zur Verfügung, auf der auch zeichnerisch nachgedacht werden kann.

Die Brunchs sind immer Mittwochs von 10:00h – 12:00h (UTC+2)

17.06.20
Hans Unstern, Diven (Album)
https://www.hansunstern.net/diven/

24.06. 20
FemTechNet, ‘Feminist Pedagogy in a Time of Coronavirus Pandemic’
https://femtechnet.org/feminist-pedagogy-in-a-time-of-coronavirus-pandemic/?fbclid=IwAR1byWU0zJupc0YPeTJhLGWgU2TEPS_V48x0eNAAB5ZWgZFql_OSkouaamo

01.07. 20
Paul B. Preciado, ‘Requiem to the Norm’ (Seite 19)
http://cripmagazine.evaegermann.com/wp-content/uploads/2020/01/crip03-download-2.pdf

Um mitzumachen, meldet Euch bitte bis 24h vorher verbindlich per Email bei woywod@uni-kassel.de.

Allgemein _ General Info, this semester

If you want to be subscribed to the summersemester 2020 email list for infos on projects and teaching in the Theory & Practice of Visual Communication, please write an Email to johanna.schafferATuni-kassel.de

Um in die Emailliste  der ‘Theorie und Praxis der Visuellen Kommunikation’ für das SoSe 2020 aufgenommen zu werden, apropos Infos zu Projekten und Lehre, bitte ein Email an johanna.schafferATuni-kassel.de schicken.

 

Wenn der lange Spaziergang wirklich gegenwärtig das sozialste Medium ist (so ähnlich sagt das zum Beispiel Tom Holert), dann also hier Ankündigung der TuP-Projekte für das SoSe 20, zum gegenwärtigen (31.03.20) Stand, begleitet von Karlsaue-Bildern aus Anke Dyes’ Mittagspausen…

Und hier unten der Link zu Tom Holerts Text, darüber aber der vielleicht noch interessantere Link zu einer Online Zeitschrift, an der Tom Holert auch beteiligt ist, mit viel Material zu Virus und visuellen Politiken.

https://www.harun-farocki-institut.org/en/category/rosa-mercedes-en/

https://www.textezurkunst.de/articles/fragilitat-und-nutzlichkeit/

Hier eine Empfehlung für eine interessante Text-Plattform rund um die Krise des Gesundheitssystems, so wie sie sich gerade übersetzt in die Krisen der Gesellschaftssysteme:

https://transversal.at/transversal/0420

Hier stehen immer die neuesten Informationen der Universität Kassel, von deren Entscheidungen die Kunsthochschule Kassel abhängt – die Kunsthochschule ist ja strukturell eine teilautonome Einrichtung an der Universität

https://www.uni-kassel.de/uni/nc/en/aktuelles/aus-der-hochschule/besondere-meldungen/corona-current-information/

Hier von Nadja Porsch, Leiterin der Textilwerkstatt, in English, Textilinformationen für selbstgemachte Gesichtsmasken.

Und hier noch was ganz Anderes, für VisKom Leute und andere: the best Free and Open Source Alternatives to Adobe Products for Linux

https://itsfoss.com/adobe-alternatives-linux/

 

Morgengymnastik / Morning Work-Out

 

hosted by Cilian Woywod, Robin Vehrs, Anke Dyes und Johanna Schaffer

Every Wednesday and Thursday  Friday 10.00 – 11.20 am

This class starts from our need to meet: A wish to talk and think together, about a collective event that drastically individualizes us, forces us into separation. We propose to meet in the morning, for roughly an hour, three days a week, to regroup to think and share collectively again.

Our questions are: How we mediate our own, personal experience through the content we read, watch or listen to, and, how our collective experiences are mediated through the specifics of the digital platforms that we use to stay in touch.

For this, we’ll change platforms (Skype, Zoom, Jitsi, Discord, Slack etc.) every week where everyone can share the content that they want to talk about.

For registration, send an email to Cilian at woywod(at)student.uni-kassel.de until each week’s monday evening. Cilian will let you know that week’s tuesday how to technically join the morning work-out starting wednesday. Please be on time for the work-outs, digital doors close at 10.05h.

The Morning Work-Outs are open to all students, but the group’s size will be limited to 20 people. However, the group will reshuffle every week, so there will be multiple opportunities to join.  Students register via Email, and the registration is good for one week. Please commit to your registration, i.e. be there for the class once you register. If you can’t make it, send an email so people from the waiting list can join.

We propose doing these Morning Work-Outs until end of May. (Anke will leave as a host End of April). After May, there will be new infos, changed situations, different necessities and new ideas.

 

Pattern // Code ‘Critical Weaving’

Anke Dyes, Nadja Porsch, Johanna Schaffer

Um sich anzumelden, bitte hier eintragen oder dem QR Code folgen im PDF  hier 

bis 20.04.2020, 12:00 Uhr (18 Personen können teilnehmen, die Plätze werden ausgelost)

Hier, aus gegebenem Anlass, ein von Nadja Porsch erstelltes PDF auf Englisch mit Textilinformationen für selbstgemachte Gesichtsmasken.

Vorbesprechung: 06. Mai, 15.00-17.00

Plattform des Projekts ist voraussichtlich Zoom

weitere Termine: 26.05., 02.06., 03.06, 04.06., 08.06., 09. + 10. 06., jeweils 10.00-12.00

Einzelbesprechungen mit Nadja Porsch sind nach dem 10.06. jeweils donnerstags vormittags möglich, bitte bei Bedarf Email an Nadja Porsch schreiben.

Abschluss am 01.07., um 14.00-17.00

Handout für den Ablauf hier.

Den Webstuhl durchziehen mächtige Geschichten: die Geschichte des Programmierens (die Mathematikerin Ada Lovelace veröffentlicht den ersten Algorithmus, der von dieser analytischen Maschine ausgeführt werden soll), die Geschichte der industriellen Revolution und damit auch der Organisation der Arbeiter*innenschaft, und generell, in Mythen/Philosophien der westlichen Welt, ist Weben (und Spinnen) eine Metapher der Welterzeugung. In diesem Workshop soll es um einen Austausch mit und die praktische Arbeit in der Textilwerkstatt gehen. Darin gehen wir den Ursprüngen der Programmierung in der Steuerung von Webstühlen nach. Das Weben nach mehr oder weniger offensichtlichen Kommandos und Vorgaben, vom Code zur Geheimbotschaft, soll dabei in Texten und Textilien erarbeitet werden.

Hier zur großartigen Publikation, die die teilnehmenden Studierenden zum Abschluss des Projektes erstellt haben.

Ein Austausch über Methoden des Anleitens von Gruppen

26. 05. 14-17.30, mit Hanna Hegenscheidt

27.05. 14-17.00 Kritische Werkzeuge, damit Gruppen gut mit einander lernen (z.B. Klarheit, Erfindungsreichtum, gemeinsam anspruchsvoll sein, Langsamkeit)

Hanna Hegenscheidt ist eingeladen, mit uns darüber zu sprechen, wie sie Gruppen anleitet, die lernen wollen – nicht manipulativ, nicht vergleichend, nicht bewertend, aber klare Orientierungslinien vorgebend, um dem, was schwer fällt, nicht auszuweichen. Hanna Hegenscheidt ist Choreographin und Lehrende der Klein Technique. Diese Praxis ist an Bildungsprozessen orientiert, die Körper ‘ausbilden’, allerdings nicht auf Ebene der Imitation von Form. Vielmehr fordert und fördert Klein Technique ein tiefgreifendes Verstehen des Körpers als integriertes Ganzes. Dies ermöglicht jedem Individuum, sein_ihr einzigartiges Bewegungspotential zu realisieren. Hanna Hegenscheidt wird 1,5 Stunden Klein Technique unterrichten – bitte bequeme Kleidung (Trainingshose und T-Shirt) mitbringen. Danach steht sie für ein gemeinsames Gespräch zur Verfügung. (www.hannahegenscheidt.de/de/Unterricht/)

Bitte verbindlich (!) anmelden bei johanna.schaffer@uni-kassel.de. Bitte verbindlich deswegen, weil nur 15 Studierende teilnehmen können.

Kolloquium

Re-Opening the ‚Kolloquium’:

Ab 04.06., zweiwöchentlich donnerstags, jeweils 18.00 – 20.00, Raum: discord

Offen für alle interessierten Studierenden, Anmeldung zum discord server (bzw Fragen dazu & Hilfe damit) bitte bei robin.vehrs@student.uni-kassel.de

Das Kolloquium ist ein verbindlicher Raum, wer mitmacht: bitte verbindlich für die ersten zwei Treffen zusagen, danach könnt ihr entscheiden, ob ihr bleiben wollt oder nicht. Arbeitsprojekte, die in der Gruppe diskutiert werden sollen, können vorher auf discord geladen werden, um langsamere Betrachtungsweisen (bzw Internet als Möglichkeiten der Asynchronizität) zu nützen.

Das Kolloquium findet bis auf Weiteres nicht statt, wir informieren Mitte Mai zum weiteren Semesterverlauf. Gerne können Einzelbesprechungstermine mit johanna.schafferATuni-kassel.de und bis Ende April auch mit anke.dyesATuni-kassel-de vereinbart werden.

(alles immer 10.30-13.30, 22.04.20 Vorbesprechung: 06.05.20, 20.05.20, 10.06.20, 01.07.20, Raum 0325)

Das Kolloquium ist ein Treffen all derjenigen, die im Arbeitsbereich Theorie und Praxis vertieft studieren oder interessiert an diesem sind. Gemeinsam diskutiert werden Konzepte, Projekte und Abschlussarbeiten. Die Treffen sind offen für alle Studierenden der unterschiedlichen Semester und Studiengänge. Die Teilnahme am Kolloqium ist verbindlich! Dh. zur Vorbesprechung können alle Interessierten unverbindlich kommen, ab dem zweiten Treffen aber gilt: die, die mitmachen, kommen zu jedem weiteren Treffen.