FINAL DEGREE PROJECTS

PRIVATE MOMENT (Arbeitstitel)

PRIVATE MOMENT (Arbeitstitel) ist eine Doku–Fiction, die sich dem amerikanischen Subgenre Mumblecore annähert. Der Film verhandelt die Frage, inwieweit Empathie und Ambiguitätstoleranz bewusst teilbar und erlernbar sind und Einfluss auf unsere persönliche Perspektive und unsere Wahrnehmung haben. Für die Auseinandersetzung mit diesem Thema wird das Praxisfeld des Schauspielens methodisch untersucht. Basierend auf Interviews mit Schauspieler:innen unterschiedlichster Generationen führt uns PRIVATE MOMENT durch einen Prozess, in dem die sich selbst spielende Hauptdarstellerin und wir als ihre Zuschauer:innen uns mit Fragen der Repräsentation anderer Lebensrealitäten und der Konstruktion von Rolle und Identität kritisch konfrontiert sehen.

Regie: Lucie Friederike Mueller / Produktion: Stephanie Zurstegge / Kamera: Bela Usabaev / Benjamin Weber / Szenenbild: Wiebke Mueller / Ton: Jan Heise / Besetzung: Katharina Kessler

Lucie Friederike Mueller studiert seit 2012 an der Kunsthochschule Kassel, und 2016–2017 auch an der Akademie der bildenden Künste Wien. Ihre künstlerische Praxis verortet sich im audiovisuellen Bereich mit Fokus auf Experimentalfilm. 2019 kuratierte sie das Theaterfestival Szene Zeigen – Festival für darstellende Künste Laucha.

Fotomontage: Lucie Friederike Mueller

PRIVATE MOMENT (working title) is a docu–fiction inspired by the US-American subgenre Mumblecore. The film negotiates questions of empathy and tolerance of ambiguity and asks if we can learn these qualities and if they influence our personal perspectives and perceptions. In order to investigate these questions, the practical field of acting is methodically investigated.

Based on interviews with actors of different generations, PRIVATE MOMENT leads us through a process in which the leading actress who plays herself and we as her audience are confronted with representations of different realities and processes of role and identity construction.

Director: Lucie Friederike Mueller / Production: Stephanie Zurstegge / Camera: Bela Usabaev / Benjamin Weber / Production Design: Wiebke Mueller / Sound: Jan Heise / Cast: Katharina Kessler

Lucie Friederike Mueller has been studying at the Kunsthochschule Kassel since 2012, and also at the Academy of Fine Arts Vienna in 2016-2017. Her artistic practice based in the audiovisual field with a focus on experimental film and time based video art. In 2019 she curated the theater festival Szene Zeigen – Festival für darstellende Künste Laucha.

Photomontage: Lucie Friederike Mueller

Das Unbehagen

Die zweiteilige Videoinstallation setzt den Fokus auf die Kontinuität nationalsozialistischer Ideologie. In essayistischer Form wird im ersten Teil am Beispiel der Salzmann Fabrik die Geschichte der Zwangsarbeiter*innen in Kassel erforscht. Das Augenmerk des zweiten Teils gilt der Gegenwart. In einer Kurzfilmreihe werden persönliche Bezüge in Kassel lebender Menschen zur Thematik aufgezeigt.

 

Herr v. Rehtanz studiert seit 2015 Bildende Kunst an der Kunsthochschule Kassel. Kennzeichnend für ihre Arbeitsweise sind spartenübergreifende Langzeitprojekte im Spannungsfeld zwischen Kunst und Politik. Eine Vielzahl ihrer Projekte setzt sie seit 2015 gemeinsam mit dem Kollektiv K O N T R A S T um.

https://www.herr-von-rehtanz.net/

Bild: Christoph Neugebauer und Herr v. Rehtanz

Perversatile

Perversatile lädt zu einer Übung in Beweglichkeit ein, also in Versatilität, um aktuelle sowie historische Themenkomplexe schwuler Identität und schwuler Kultur zu untersuchen. Eine Kollektion illustrierter Hemd-Objekte befragt das mögliche transformative Potential schwuler Gestaltung. Ist schwul – nach, trotz und mit queer – ein nützliches Werkzeug, um über Begehren, Körper, Identität und Geschlecht zu sprechen?

Sebastian Gneiting studiert seit 2013 Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel. Er arbeitet mit Illustration, Text und textilen Objekten.

Perversatile is an invitation to practice versatility while delving into current and historical issues of gay identity and gay culture. A collection of illustrated shirt-objects explores possible tranformative potentials of gay aesthetics / gay design. Is gay an useful instrument for having conversations on desire, bodies, identities and sex – after, despite and with queer?

Sebastian Gneiting has been studying at Kunsthochschule Kassel in the department of visual communication since 2013. His works make use of illustration, text and textile objects.

Illustration: Sebastian Gneiting

Förderband

… ist ein informativer animierter Kurzfilm, der sich der Frage stellen möchte, wie heute Erinnerungskultur anhand des deutschen Kolonialismus stattfinden könnte. Wie wird erinnert, von welchen Bildern sind wir geleitet und wer erzählt die Geschichte, bisher? Wie kann über koloniale Gewalt nachgedacht werden, ohne sie zu reproduzieren? Die Untersuchung dekolonialer ästhetischer Strategien steht dabei im Fokus meiner eigenen künstlerischen Produktion. 

Lisa Kuhlmann studiert seit 2012 Visuelle Kommunikation an der KhK und bedient sich vorwiegend des animierten bewegten Bildes als Ausdrucksmittel.

Bild: Lisa Kuhlmann

Transcript 0.1 – Preliminary Pitch

The directors, Y and T, want to cast you for an experimental play.
Think Mary Shelley’s Frankenstein, but with a focus on the reproductive myth of a singular-self and its compulsory heteronormative-masculine reading.
They paint you a picture of an inverted creature – it looks a lot like a black hole.

 

Lien ‘Woyd’ Woywod is interested in ‘Übertragungen’ as a possibility for disidentification. Sie situieren sich mit ihrem performative writing within a language that enables Alternativen zu repräsentativen Individualisierungslogiken und Binaries.

MATTERS OF IDENTITY (AT)

Der essayistische Dokumentarfilm setzt sich kritisch mit dem Heimatbegriff in Südtirol auseinander und wirft dabei Fragen nach Identifikation, Patriotismus, Rassismus und der Opferthese auf. Um Antworten zu finden, suche ich das Gespräch mit verschiedenen Interview-Partner*innen und erforsche meine eigene Familiengeschichte.

Das Projekt wird durch die HessenFilm und Medien GmbH und den Otto-Braun-Fonds gefördert.

Arianna Waldner Bingemer studiert seit 2013 an der Kunsthochschule Kassel ‘Film und bewegtes Bild’ im Fachbereich Visuelle Kommunikation. Außerdem studierte sie ein Jahr an der Accademia di belle Arti di Bologna und zwei Monate am College of Fine Arts in Sulaimania im Nord-Irak.

Foto: Arianna Waldner Bingemer

KUBEES: The Era of The Bee Women* (Arbeitstitel)

The experimental short film KUBEES : The Era of the Bee Women*  examines the effects of the colonization of Mexico, the resulting collective trauma, and the paradigms that have developed within society as a whole.

I was born in Mexico City, and I have been studying fine arts with a focus on time based media in the Virtual Realities class. I founded the student initiative Panalobby. (Paula Godínez)

Visual: Paula Godínez

Osteoclastic Jank Operetta

JANK (unbestimmter Artikel), ein Begriff aus der triefigen Gaming-Scene, um Interaktionen mit fehlerhafter und unvollständiger Software zu beschreiben: Diese Webseite ist janky; das hat voll nach Jank geschmeckt; unser Körper ist Jank… Jank ist Kink, Drag, Smut, Camp und die Rated-M Slashfiction, die nicht richtig lädt, weil Javascript im Browser deaktiviert wurde. In dieser materiellen Brachlandschaft bauen wir einen eitrigen Körper- und Knochen-Unterschlupf: eine queer*crip Oper, die Osteoclastic Jank Operetta.

Nicole (voec) ist eine perverse Glibber-Hexe*r und studiert seit 2013 an der Kunsthochschule Kassel. Sie hat weder Stipendien noch Bafög erhalten, aber umfangreiche Erfahrung, wie man Sozialgelder beanträgt… und außerdem gegenwärtig eine 25% EG12 TV-H Stelle für ganze 17,5 Monate als forschende künstlerische Mitarbeiter(sic)in.

Nicole (voec) is a kinky slime witch graduating in the KhK’s Visual Communication department. They are working on queer*cripping code-sorcery, play, diy electronics and performance art. Their graduation project will be focused on exploring jank as a new queer attitude.

Visual: Nicole (voec)

Arbeitstitel: Vorläufige Materialien für eine Comic-Theorie der Hergestellten Frauen

Theorie-Comic, in dem eine Erzähler*in in Interviews mit_über fiktionale Figuren spricht, die als Cyborgs, Roboter, o.ä. geschrieben sind. Der Comic lässt diese weiblich codierten Cyborg-Bilder sprechen und setzt sie in Beziehung zur Konstruktion fiktionaler Narrative.

Episodic Theory-Comic in which a femme narrator conducts interviews with_talks about selected representations of femininity from pop culture and media, a collective of characters that is configured as cyborgs, robots, or similar. These images of cyborg-women are related to the construction of fictional narratives and made to speak.

Helen Stefanie ist Comic*Künstler*in und verortet sich in und zwischen den Arbeitsfeldern Comic, Gestaltung, digitale Visualität und Theorie. Helen ist Teil des Kollektivs Institute for Contemporary Cartooning, welches die Zusammenhänge zwischen Cartooning und zeitgenössischen Entwicklungen in Kunst und Politik untersucht.

Helen Stefanie is a comic artist and moves between the fields of comics, digital imagery, design, and theory. As part of the collective Institute for Contemporary Cartooning, Helen investigates the relationship cartooning has to contemporary art and politics.

Bild/Image: Helen Stefanie