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Off-University

[ Scroll down for TUP TEACHING ! ] Please check out our collegues’ project. Sehr gerne machen wir  auf das Projekt unserer Kolleg*innen aufmerksam:

“Wie Sie sicherlich verfolgen, haben sich als Antwort auf die Entlassungswellen und Gerichtsverfahren gegen Unterzeichner*innen vielerorts außeruniversitäre Initativen gegründet. Off-University ist eine davon. Wir organisieren mit Universitäten in Deutschland (und den USA) Onlinekurse, die von Wissenschaftler*innen unterrichtet werden, welche aus ihrem Job entlassen und die Türkei nicht mehr verlassen können. Sie sind kostenfrei und stehen allen Interessierten offen.” Off-University. Organisation für den Frieden e.V. 10941 Berlin.

Önümüzdeki hafta başlayacak 6 çevrimiçi dersi duyurmaktan dolayı mutlu ve gururluyuz. Dersler Medya Çalışmaları’ndan Politik Ekonomi’ye, İnsan Hakları Hukuku’ndan Yakın Doğu Tarihi’ne ve Emek Sosyolojisi’ne kadar geniş bir yelpazeye yayılıyor. Dersler herkese açık ve ücretsiz olup, öğrencinin kayıtlı olduğu kurumunda kredi olarak saydırılabilecek bir AKTS Sertifikası da sağlıyor. İlgilenebilecek kişilere iletmekte ve yaygınlaştırmada bizlere yardımcı olursanız çok seviniriz. Tüm dersler için tıklayınız: https://off-university.com/tr-TR/Lesson/List
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We are happy and proud to announce the start of another six online courses next week. The courses cover a broad range of topics in Media Studies, Political Economy, Human Rights Law, History of the Middle East and Labor Sociology and offer a certificates that indicate ECTS points that may count towards credit at your home institution. Please circulate widely and forward to friends that maybe interested. Everybody is welcome to join the courses free of charge. Click here for all courses: https://off-university.com/en-US/Lesson/List
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Wir freuen uns und sind stolz, den Beginn von weiteren sechs Online-Kursen nächste Woche bekannt zu geben. Die Kurse decken ein breites Themenspektrum in den Bereichen Medienwissenschaft, Politische Ökonomie, Menschenrechte, Geschichte des Nahen Ostens und Arbeitssoziologie ab. Die Teilnahme an den Kursen, wird durch Zertifikate, die ECTS-Punkte ausweisen und an der Heimatinstitution angerechnet werden können, bescheinigt. Bitte kursiert diesen Newsletter und leitet ihn an Freunde weiter, die er vielleicht interessiert. Jede_r ist herzlich eingeladen, kostenlos an den Kursen teilzunehmen. Alle Kursen finden sich hier: https://off-university.com/de-DE/Lesson/List

Re:Coding Algorithmic Culture

Visual: A screenshot of a game, reworked in the image editing software Photoshop changing outlines, resolution and colors, and then reprocessed using algorithmic tools such as ‘Content Aware Fill’ and ‘High Pass Filter Sharpening’. Credits Ipek Burçak, Isabel Paehr, Nicole voec.

 

The project Re:Coding Algorithmic Culture has won a grant from the VW Foundation within the category ‚Original – isn’t it?’. Over the next 1.5 years, the project participants will investigate the question of how algorithmically based collections, classifications and interpretations of data can perpetuate existing social inequalities/discrimination – and also challenge, if not redefine them. Research formats will be hackathons, game jams, coding workshops, participatory design labs, design noir Experiments, performances, exhibitions as well as video and text analyses. These interdisciplinary labs are meant to be critical, queer-feminist, anti-racist and work with de colonial knowledge in digitalreal space. The application was submitted by Elisabeth Tuider and Pinar Tuzcu (Sociology of the Diversity, University of Kassel), Claude Draude (Gender/Diversity in Informatics Systems, University of Kassel) and Johanna Schaffer (Visual Communication, Kunsthochschule Kassel), other project authors are Ipek Burçak, Isabel Paehr and Nicole voec (Alumnae and students of the KhK).

 

Bild: Screenshot eines Games, im Bildbearbeitungsprogramm Photoshop durch Bearbeitung von Umrissen, Farben und Bildauflösung verändert sowie weiter bearbeitet anhand algorithmischer Werkzeuge wie ‘Inhaltsbasiertes Füllen’ and ‘Schärfen mit Hochpassfilter’. Credits Ipek Burçak, Isabel Paehr, Nicole voec.

 

Das Projekt Re:Coding Algorithmic Culture hat in der Antragslinie “Originalitätsverdacht” der VW-Stiftung die beantragbare Höchstsumme erhalten. In den nächsten 1,5 Jahren werden die Projektbeteiligten der Frage nachgehen, wie durch algorithmisch basierte Sammlungen, Klassifikationenen und Interpretationen von Daten bestehende gesellschaftliche Ungleichheiten/Diskriminerungen fortgeschrieben werden – und auch irritiert, wenn nicht sogar umgeschrieben werden können. Forschungsformate sind Hackathons, Game Jams, Coding-Workshops, partizipatorische Design Labs, Design Noir Experimente, Performances, Ausstellungen sowie Video- und Textanalysen. Diese interdisziplinären Labs sollen kritisches, queer-feministisches, antirassistisches und dekoloniales Wissens im digital-realen Raum weitertreiben. Den Antrag gestellt haben Elisabeth Tuider und Pinar Tuzcu (Soziologie der Diversität, Universität Kassel), Claude Draude (Gender/Diversity in Inforamtics Systems, Universität Kassel) und Johanna Schaffer (Visuelle Kommunikation, Kunsthochschule Kassel), weitere Projektautorinnen sind Ipek Burçak, Isabel Paehr und Nicole voec (Alumnae und Studierende der KhK).

Auftauchen / Aparecer

Essayfilm, 30 min, dokumentarische Form: Achtzig Jahre nach seiner Flucht kehrt der fünfundneunzigjährige Hans Bär in sein deutsches Heimatdorf zurück und löst damit einen Medienrummel aus. Einzige Person von damals, die noch lebt, und Dorfältester ist sein alter Schulfreund, mein Großvater. Anhand von Bildern und Gesprächen in Argentinien und Deutschland wird die Geschichte Hans Bärs fragmentarisch aufgegriffen, und es werden unterschiedliche Sichtweisen der individuellen und kollektiven Geschichtsschreibung auf ihre Inhalte und Leerstellen hin untersucht.

Auftauchen / Aparecer

Essay film, 30 min, documentary form: Eighty years after having fled the country, 95 year old Hans Bär returns to his home village. His visit triggers a media frenzy. The oldest person in the village and the only one still alive from those times is his old schoolmate, my grandfather. Via conversations in Argentina and Germany and via images, fragments of Hans Bär’s life story are is being reconstructed. Different individual and collective points of view will be examined for their contents and their gaps.

Annika Nesheim studiert Bildende Kunst an der Kunsthochschule und arbeitet in der Markthalle Kassel.

Annika Nesheim studies Fine Arts at the Kunsthochschule und works at the food market hall in Kassel.

Filmstill: Annika Nesheim

MITTAG

Die Mini-Serie MITTAG befasst sich mit dem Leben dreier Frauen unterschiedlicher Generationen. Innerhalb von fünf kurzen Folgen werden die Figuren eingeführt, ihre Beziehung zu einander etabliert und die ersten Konflikte aufbaut. Anhand der Figuren werden Themen wie Weiblichkeit, Unabhängigkeit, Übergänge, kulturelles Erbe, familienbedingte Traumata und Gewalt behandelt.

The mini series MITTAG deals with the lives of three women of different generations. Within five short episodes the characters will be introduced, their relationship established and the first conflicts built up. Femininity, independence, transitions, cultural heritage, family traumas and violence are being addressed as topics.

Sevda Güler ist gelernte Fotografin und mag Oliven. Sie studiert seit 2012 an der Kunsthochschule Kasel Visuelle Kommunikation und parallel dazu seit 2016 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.

Sevda Güler is a trained photographer and likes olives. She has been studying Visual Communication at Kunsthochschule Kassel since 2012 and, since 2016, has also been studying at the School of Fine Arts Hamburg.

Bild: Sevda Güler

A Bigger Splash

In einer Serie improvisierter Kurzgeschichten sammle ich Situationen, in denen Grenzüberschreitungen auftreten, die durch das Aufzeichnen erkennbar werden.

In a series of short stories I collect situations marked by intrusive behavior. Drawing them has made the intrusive acts recognizable.

David Hockney: “[E]verybody knows a splash can’t be frozen in time, it doesn’t exist, so when you see it like that in a painting it’s even more striking than in a photograph, because you know a photograph took a second to take, or less.” Melia, Paul: David Hockney, Manchester University Press, Manchester, 1995, S.123

Greta von Richthofen studierte erst in Hamburg, dann in Kassel Visuelle Kommunikation. Zusammen mit Jolanda Obleser betreibt sie den Podcast Nordbaufunk.

Greta von Richthofen started studying Visual Communication in Hamburg and then continued her studies in Kassel. Together with Jolanda Obleser she publishes the Podcast Nordbaufunk.

Zeichnung/drawing: Greta von Richthofen

Was tun mit „Sichtbarkeit“ in kritischen digitalen Realitäten? Greifswald, 30. Oktober 2019, 18.00 Uhr

Hier der Flyer!

Isabel Paehr, Johanna Schaffer: Eröffnungsvortrag der Ringvorlesung „Digitale Sichtbarkeit“ des Interdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung der Universität Greifswald

In digitalen Medienrealitäten verliert der Begriff Sichtbarkeit die oppositionellen Konnotationen fast vollständig, die ihm vor allem migrantische und feministische Kontexte in den 1980er Jahren angeheftet hatten. Die herrschaftskritische Forderung nach Umverteilung gesellschaftlicher Ressourcen, mit der die polemische Verwendung des Begriffs verbunden war („Mehr Sichtbarkeit für …“), ist heute durch die Bedeutungskette Sichtbarkeit = views = Monetarisierbarkeit überschrieben. Wir möchten in unserem Vortrag daher ein Set von Begrifflichkeiten durchspielen, das unserer Meinung nach besser geeignet ist, kritisch über visuelle Kommunikation und digitale Infrastrukturen nachzudenken: z. B. Visualität (als historisch mit Kriegsführung und Versklavung verbunden), verteilte Handlungsfähigkeit, Flachheit, Permeabilität, Anonymität, ‚bio-informational’. Als Anlass nehmen wir unter anderem eine Auftragsarbeit für das US-Verteidigungsministerium, das 2018 die „Nutzbarkeit von Memes für Influence Campaigns“ untersucht, sowie kryptofaschistische Bedeutungsproduktion auf Reddit. Perspektiviert werden unsere Überlegungen durch unsere eigenen Auseinandersetzungen mit kritischen visuellen Setzungen im digitalen Raum.

Isabel Paehr untersucht, wie Virtualität hergestellt und distribuiert wird. Sie entwickelt künstlerische Anordnungen und performt, schreibt und programmiert in kollaborativen Arbeitsformen entlang verschiedener Wissensgebiete und -praktiken.

Johanna Schaffer arbeitet als Schreibende und Lehrende, die sich für die politischen Dimensionen ästhetischer Prozesse interessiert, oft gemeinsam mit Gestalter*innen und Künstler*innen. An der Kunsthochschule Kassel leitet sie den Arbeitsbereich Theorie und Praxis der Visuellen Kommunikation und hat für einen Turnus das Amt der Vizerektorin für Studienangelegenheiten inne.

Isabel Paehr und Johanna Schaffer sind Teil der selbstorganisierten Arbeitsgruppe „Maschinistisches Wahrnehmen“.

Moderation: Professor Dr. Theresa Heyd & Dr. habil. Heide Volkening

 

Visuals: Auf der Basis von Portraitfotos im Creative AI Programm Runway erstellte Bilder, unter Zuhilfenahme des Facades-Photo2Label Modells von CycleGAN, das in Fotos Hausfassaden erkennen und abstrahieren soll.

 

Kolloquium, diesmal mit Schwerpunkt auf Abschlüssen (Johanna Schaffer, Anke Dyes)

16.10. (Vorbesprechung), 06.11, 04.12, 15.01., 05.02.

jeweils 10:30 (pünktlich) — 13.30

Das Kolloquium hat als Format als ‚Diplomand*innenkolloqium’ begonnen, und sich dann für alle Interessierten geöffnet. Im Wintersemester 19/20 legen wir wieder einen Schwerpunkt auf die Diskussion von Abschlussprojekten, nachdem Studierende mit Abschlussprojekten sich das vermehrt wünschten. Das Kolloquium ist also wie immer offen für alle Studierenden der unterschiedlichen Semester und Studiengänge, aber es werden vorrangig Abschlussprojekte diskutiert. Die Teilnahme am Kolloqium ist verbindlich. Dh. zur Vorbesprechung können alle Interessierten unverbindlich kommen, ab dem zweiten Treffen aber gilt: die, die mitmachen, kommen zu jedem weiteren Treffen.

Some concepts, terms, and topics… (Seminar, Johanna Schaffer & Anke Dyes)

22.10., 05.11., 19.11., 03.12., 10.12., 14.01., 04.02., 14.00 — 17.00 (05.11., 03.12., 14.01. until 16.30)

Some concepts, terms, and topics we want to discuss because we want to highlight and strengthen the discourses around them, as we find them — still, or yet again — too little discussed, too easily forgotten, within the context of Visual Communication, or in Kassel, or Germany, in 2019.

Kader Attia’s Videos “The Body’s Legacies Pt. 1: The Objects” and “Colonial Melancholia”, apropos (cultural) appropriation and restitution [22.10.]

Semiotics: z.B. in Roland Barthes’ work, or in Aria Dean’s work [05.11.]

Lauren Berlant’s concept of ‚flat affect’ [19.11.]

Art versus Craft (Another colonial legacy) [03.12.]

What was Poststructuralism? [10.12.]

Gloria Wekker’s on ‚White Innocence’ and Robin DiAngelo’s on ‚White Fragility’ [14.01.]

Surface / Infrastructure (concepts for critical digital realities) [04.02.]

This seminar is open to everyone interested, and we will try to use slowness as a method of teaching. We will bring the materials (texts, films) and introduce them, in order to then read parts of them and discuss them together. Depending on the needs of the people present, we will either discuss in English, or in German, or in both languages.