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A Vision of Love Revealed in Sleep (Arbeitstitel)

A Vision of Love Revealed in Sleep (Arbeitstitel) handelt von Zelma und Flori, die sich in einer Brieffreundschaft über ihre verschiedenen kreativen Prozesse austauschen, während sich ihre Beziehung weiterentwickelt. Das Buch thematisiert neben dem Lesbisch-Sein auch die Neurodivergenzen und Krankheiten der Protagonist:innen, wobei die bildliche Ebene den Text begleitet. Untermalt wird die Handlung von einem selbstkomponierten instrumentalen Konzeptalbum, das in sich wieder eine zweite Liebesgeschichte erzählt – jedem der zehn Lieder ist ein Kapitel im Buch zuzuordnen.

Annabell Wicke (sie/they) studiert seit 2021 Visuelle Kommunikation im Bereich Illustration und Comic und arbeitet multimedial mit Musik, Text, Illustrationen und Games.

Zeichnung: Annabell Wicke

Sammelnd [Foraging]

Gathering the patterns of a non-linear praxis, walking between, and how to embody care.

Sammelnd, umsichtig, wird das Gefäß gefüllt, mit Geschichten, Fragmenten, Bruchstücken, für Möglichkeiten non-linearer Erzählungen, die Risse in festgefahrenen Weltbildern aufzeigend. Es bildet sich glänzender Schlick – Grundlage anderer Weisen zu wirken. Eine Übung.

Foto: Saskia Kaffenberger

Jetzt wollen wir mal alle tief Luft holen und gemeinsam schreien.

Ein Nachgespräch zwischen Bjørn Melhus, Angela Anderson, Jan Peters und Johanna Schaffer, 29. August 2025

Anlass des Gesprächs war die Eröffnungsrede Bjørn Melhus’ für den Kunsthochschulrundgang 2025, die auf der Monopol-Seite veröffentlicht wurde (und nun auch hier auf transversal.at zugänglich ist). In dem Text sind performativ-ästhetische Entscheidungen allerdings kaum sichtbar, und über diese wollten wir sprechen. Bjørn Melhus hielt seine Rede im luftig verglasten Hörsaal des Nordbaus der Kunsthochschule, einem berühmten, aberKheinmetall_close_druck_an desolaten, weil dem Zerfall überlassenen Architekturdenkmal Kassels der späten 60er Jahre. Im Publikum saßen viele Studierende und Lehrende und die Kolleg*innen der zahlenmäßig kleinen KhK-Verwaltung. Anwesend waren auch der Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Timon Gremmels, die Präsidentin der Universität Kassel, Ute Clement und der Vizepräsident für Forschung, Michael Wachendorf. Wie zur Rundgangseröffnung üblich, nahmen auch viele in Kassel lebende Menschen teil, die sich beruflich und privat für den Rundgang und die Kunsthochschule interessieren.

Bild: Protestaktion von Studierenden der Kunsthochschule Kassel zu Kürzungen im Bildungssystem durch den hessischen Hochschulpakt 2026-31 und das Ausmaß der Weitergabe der Kürzungen an die Kunsthochschule durch das Präsidium der Universität Kassel, 2025 (Foto: Bjørn Melhus, Bildbearbeitung: Amelie Noll)

Partizipative Prävention statt Versicherheitlichung // Participatory Prevention Over Securitization

Reflections on current challenges in shaping academic spaces. A discussion paper

Aktuelle Herausforderungen für die Gestaltung akademischer Räume an Universitäten und Hochschulen

Reports about experiences of insecurity and lack of safety in the university context have been on the increase since the autumn of 2023. Portrayals in the media as well as political and institutional debates usually equate experiences of insecurity with incidents of discrimination and conflate the two. Examining everyday university life, however, shows us that although experiences of insecurity and discrimination are indeed often intertwined, they are not identical, and thus demand different institutional actions in coping with them and preventing them.

Seit Herbst 2023 mehren sich Berichte über Erfahrungen von Unsicherheit im Hochschulkontext. In medialen Darstellungen wie auch in politischen und institutionellen Debatten werden Schilderungen von Unsicherheitserfahrungen dabei zumeist gleichgesetzt mit Diskriminierungsereignissen und vereindeutigt. Der Blick in den Hochschulalltag zeigt jedoch, dass Unsicherheitserfahrungen und Diskriminierungserfahrungen zwar oft verflochten, aber nicht ident sind und deshalb im Umgang und der Prävention unterschiedliche institutionelle Handlungen erfordern.

Siehe hier für den gesamten Text als Webseite // See here for the full text

und hier downloadable als PDF, and here as PDF :

This is a working paper and is constantly being developed. The collective of authors consists of researchers or institutional office-holders who work on antidiscrimination, insecurity, and violence. Many thanks to Rebecca Scheibke for the graphic design of the download versions and to Daniel Hendrickson for the English translation of the German text. Contact: partizipative.praevention@riseup.net

Dies ist ein Arbeitspapier, das beständig weiterentwickelt wird. Das Autor*innenkollektiv besteht aus Personen, die forschend oder als institutionelle Verantwortungsträger*innen mit Fragen von Antidiskriminierung, Unsicherheit und Gewalt befasst sind. Mit Dank an Rebecca Scheibke für das Grafikdesign der Download-Versionen und an Daniel Hendrickson für die Übersetzung des deutschen Textes ins Englische. Kontakt: partizipative.praevention@riseup.net

DIE ‘THEORIE & PRAXIS DER VISKOM’ IST EIN ARBEITSBEREICH (DH KEINE KLASSE)

Die ‘Theorie & Praxis der Visuellen Kommunikation’ ist als Arbeitsbereich organisiert und nicht als ‘Klasse’. Das bedeutet, dass die Lehrveranstaltungen und die Projekte, die hier angeboten werden, allen Studierenden der KhK / der Uni Kassel offen stehen. Genauere Informationen zu Anmeldungen und Wünschen der Lehrenden in Bezug auf Verbindlichkeit finden sich in den Beschreibungen der LVs bzw. der Projekte.

Und voilà der Link zum allgemeinen ->  KhK Kalender

Kolloquium

Übung: Johanna Schaffer, Miriam Schickler

Zweiwöchentlich, Mittwoch 16:00-18:30 (pünktlich):

15.04., 29.04., 13.05., 27.05., 10.06., 24.06., 08.07.26

Anmeldungen bis 14.04.26 bei Ebony Schneeweiß: uk081401ATstudent.uni-kassel.de

Im Kolloquium gemeinsam diskutiert werden Konzepte, Projekte und Abschlussarbeiten. Das Kolloquium ist offen für Studierende aller unterschiedlichen Semester und Studiengänge. Es bietet die Möglichkeit, über die eigene Arbeit und die Projekte anderer Studierender aus verschiedenen Praxisperspektiven zu diskutieren. Und: das Kolloquium ist für den Verlauf des Semesters verbindlich. Zum ersten Treffen können alle Interessierten kommen, ab dem zweiten Treffen gilt: die, die mitmachen, kommen zu jedem weiteren Treffen. Weitere Spielregel: jede der anwesenden Studierenden diskutiert ein Mal im Semester ein eigenes Projekt mit und vor der gesamten Gruppe. Das Kolloquium findet in Präsenz statt (nachdem wir immer noch in pandemischen Verhältnissen arbeiten, gibt es bei Bedarf und nach Rücksprache für Teilnehmende die Möglichkeit, online zuzuhören).

Im Lehramt Kunst anrechenbar als L3_Modul 24.

Visual: Ebony Schneeweiß

Stimme als Praxis, Stimme als Konzept

Seminar: Miriam Schickler

Zweiwöchentlich, Donnerstags 14:00 – 17:00 Uhr (pünktlich) ab 16.04.2026, Raum 0325 (Arbeitsraum der TuP)

16.04., 30.04., 21.05., 28.05., 11.06., 25.06., 16.07.2026

Anmeldung bis zum 16.04.2026 bei miriam.schickler@uni-kassel.de

Die Stimme ist ein komplexes und schwer fassbares Konzept. Sie ist eine gängige Metapher für politische Partizipation („abstimmen“ oder „eine Stimme haben“). Sie kann ein wichtiger Ausdruck von Körperlichkeit sein, ganz ohne Körper existieren, von anderen Körpern vereinnahmt oder künstlich erzeugt werden. Die Wahrnehmung und Bewertung der Stimme ist trotz ihrer materiellen Existenz sehr abhängig davon, wer ihr wann und wo zuhört.

In diesem Seminar wollen wir uns dem Konzept der Stimme aus verschiedenen Richtungen annähern. Wir lesen Texte aus den Sound und Gender Studies, den Filmwissenschaften und der Rassismusforschung. Außerdem hören und sehen wir uns an, wie Stimmen in pop-kulturellen und künstlerisch-gestalterische Arbeiten benutzt, thematisiert und inszeniert werden.

Für die Teilnahme am Seminar inklusive vorbereitendem Lesen ausgewählter Texte gibt es einen Teilnahmenachweis (‘Schein’) über 2 SWS.

Visual: Ebony Schneeweiß

Worte sehen, Bilder schreiben. Eine Werkstatt für vielsprachiges und visuelles Erzählen Teil 2

Lesen, Schreiben, Übersetzen, Editieren – Mich und Andere.

Übung: Ju Bavyka (1 SWS)

Ort: Arbeitsraum der TuP, Raum Nr 0325, Nordbau KhK

11. und 12.05.26, 10.00 –15.30

Anmeldung bis 06.05.26 bei ju.bavyka AT gmail.com

Minimale Teilenehmendenzahl: 6, max. 18

Dies ist Teil 2 der im Wintersemester 2026 begonnenen Lehrveranstaltung: Offen für alle (auch neu Einsteigende), die mit Text und Bild arbeiten und Schreiben auch als Übersetzungsarbeit zwischen Sprachen, Medien und Inhalten verstehen. Die Übung wird aus einer vielsprachigen Perspektive geleitet und lädt dazu ein, unterschiedliche Ausdrucksformen zu erkunden. Wir werden literarische Texte und Lyrik lesen, das Schreiben und Editieren üben und unsere Arbeiten diskutieren. Gelesen wird auf Deutsch, Englisch und in mehrsprachigen Texten, diskutiert auf Deutsch sowie in multilingualen Formaten.

Ju Bavyka (they/them) ist ein∙e freischaffende∙r visuelle∙r Künstler∙in und Schriftsteller∙in. Ju wuchs in Kasachstan auf und studierte Architektur an der Universität Kassel und Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel. Ju schreibt, publiziert und stellt aus, alles davon aus einer queerer und migrantischen Perspektive, und lebt zwischen Sydney und Berlin.

Visual: Ebony Schneeweiß

Dialoge Schreiben – Ein Workshop mit Lilly Axster

Übung: Lilly Axster, gehostet von Johanna Schaffer

Ort: Arbeitsraum Illu- und Comic-Klasse, Nordbau Nr 0107

28.05.2026, 11.00 – 18.00 (mit Pausen)

Dieser eintägige Workshop ist dem Schreiben und der Theatralität von Dialogen gewidmet. Mitmachen können bis zu 15 Personen, Anmeldung bis 22.05.26 bei Ebony Schneeweiß: uk081401ATstudent.uni-kassel.de

Lilly Axster veröffentlicht als Autorin seit den frühen 1990er Jahren Theaterstücke, Bilderbücher und Romane, mit einem Schwerpunkt in der Jugendliteratur. Lilly arbeitet auch seit vielen Jahren bei Selbstlaut, einer kollektiv organisierten Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen, und ist seit vielen Jahren am Planet 10 beteiligt, einem queer migrantisch antirassistischen Haus in Wien.

Visual: Ebony Schneeweiß

Trans Rage und Antifaschismus: Eine Lese-, Play- und Praxis-Gruppe

gehostet von NB Spiders und Johanna Schaffer

Alle zwei Wochen immer dienstags, 16.30- 19.00, Beginn 14.04.2026

Ort: TuP Arbeitsraum, Nordbau, 0325

Diese Lesegruppe ist eine öffentliche Veranstaltung. Das Format ist eine Fortführung der Lesegruppe des Sommersemesters 2025, die dieses Semester gehostet wird von NB Spiders (riprip und Arbeitsbereich Games) und Johanna Schaffer (Theorie&Praxis der Visuellen Kommunikation). Teilnehmen können alle Interessierten, Studierende ebenso wie Nicht-Studierende. Es wird kein Vorwissen erwartet, aber Durchhaltevermögen: wir lesen Theorie zusammen, das ist anstrengend. Und wir probieren verschiedene Methoden aus, um das Lesen von Theorie-Texten zugänglicher zu machen. Mindestens ein Treffen ist dem Spielen und Diskutieren von Games gewidmet. Wir wünschen uns Neugier und einen freundlichen Umgang miteinander. Wir beginnen jedes Treffen mit einem kurzen Austausch darüber, wie wir zusammen arbeiten wollen. Studierende können für die Teilnahme einen Theorie-Schein erhalten, wenn sie einen kurzen Textinput von ca 10 Minuten vorbereiten.

Content Info: In dieser Gruppe lesen wir Texte von Trans Autorinnen, die gelebte Trans Realitäten diskutieren. Deshalb zitieren die Texte auch transfeindliche Ideologien und Formulierungen.

Unsere Lese- und Spielvorschläge sind:

Maxi Wallner (2025), Escalating Cisness: Fascism and ‘Gender Ideology’ 

Susan Stryker (1994), My Words to Victor Frankenstein Above the Village of Chamounix: Performing Transgender Rage

Tabitha Nikolai, Ineffable Glossolalia 

alienmelon, she danced in the wind like a holographic dream before the world died

Danielle Brathwaite-Shirley, Black Trans Archive 

Visual: Ebony Schneeweiß

Handreichung hier

ZUM SCHRIFTLICHEN TEIL DER KÜNSTLERISCHEN ABSCHLUSSARBEIT

Übung: Johanna Schaffer

Nordbau, tup Arbeitsraum = 0325

25.06.2026, 11.00 – 13.30

Anmelden bitte bis  bei  Ebony Schneeweiß: uk081401ATstudent.uni-kassel.de

Um Euch bei der Ideenfindung darin zu unterstützen, wie der schriftliche Teil Eures Abschlusses aussehen könnte, werde ich Beispiele mitbringen, wie andere diese Aufgabe gelöst haben. Ich werde Euch das Interview als Textform und als schöne, wenn auch arbeitsaufwändige Lösung zeigen dafür, wie man zu einem Text kommen kann; und ich werde über Titelblatt, Gliederung, Inhaltsangabe und Literaturangaben sprechen, und darüber, welche Regeln es für das Zitieren gibt.

Visual: Ebony Schneeweiß

WRITING FROM MISTAKES / MISTAKES FORM WRITING

Für die GBB: Ein Schreibworkshop mit Enis Maci

01. und 02. Juni 2026, 12.30 – 15.30

Ort: literarisches colloquium berlin, Am Sandwerder 5, 14109 Berlin

Anmeldung bis 18.04.2026 bei johanna.schafferATuni-kassel

ENGLISH  The participants will bring the texts they want to work on in the workshop. When working on them we want to start from the ambigious notion of the „artefact“:

artefact

— a human-made object, something that was formed by human intervention (archeology, academic language)

— a change, damage or injury brought about one’s own body [with the intention to deceive]

— interference, noise, an unintentional error arising from technical conditions or human intervention in statistics, electronics, microscopy, photography, etc.

What kinds of such flawed, weird things arising from glitches in method or calculation are hidden in my text? How do they relate to my work as such? Can we focus our attention on these biblical beams in our own eyes, of all things? Can we peel back the incidental, the side quests and mistakes, to reveal the essential? How can we harness the flaws in our texts for the so-called main thing (say: the PhD, the (artistic) work, the exhibition)? In the workshop, we will confront ourselves with these and other questions.

DEUTSCH Die Teilnehmerinnen bringen die Texte mit, an denen sie während des Workshops arbeiten wollen. Bei der Bearbeitung wollen wir vom vieldeutigen Begriff des Artefakts ausgehen:

Artefakt, das

— etwas von Menschenhand Geschaffenes; Gegenstand, der seine Form durch menschliche Einwirkung erhielt (Archäologie, Bildungssprache)

— [mit Täuschungsabsicht] am eigenen Körper herbeigeführte Veränderung, Schädigung, Verletzung (Medizin)

— Störsignal, Rauschen, unabsichtlich erzeugtes, durch technische Woraussetzungen oder menschlichen Eingriff entstandener Fehler in Statistik, Elektronik, Mikroskopie, Fotografie, etc.

Welche solchen die eigene Arbeit betreffenden oder aus ihr hervorgegangenen fehlerhaften, weirden, durch Glitches in Methode oder Berechnung entstandenen Dinger sind da in meinem Text verborgen? Können wir den Blick ausgerechnet auf diese biblischen Balken im eigenen Auge richten? Aus dem Nebensächlichen, den Side Quests und dem Inkorrekten, das Wesentliche herausschälen? Wie können wir die Makel unserer Texte urbar machen für die sogenannte Hauptsache (etwa: den PhD, das Werk, die Ausstellung)? Diesen und weiteren Fragen werden wir uns stellen.

Und was noch alles an Lehre et al. geschieht dieses Semester

GBB Kolloquium (Jan Peters, Johanna Schaffer, Joel Baumann, Lisa Dreykluft)

GBB Lesegruppe zu Theorien der Macht, Theorien der Scham, tba

Q-Kolloquium (für künstlerische Qualifikationsarbeitende)

TuP Basisklassen-Workshop, 11. – 23.05.2026

VisKom Aufnahmeprüfung, 19. – 21.05.26

Einzelbesprechungen Miriam Schickler

Einzelbesprechungen Johanna Schaffer

black aesthetics: decentering white aesthetics

Black Aesthetics im Design sichtbar zu machen bedeutet, bestehende Machtstrukturen kritisch zu hinterfragen und neue Perspektiven zu eröffnen. Der westliche Designkanon ist geprägt von eurozentrischen, modernistischen und minimalistischen Normen, die oft alles ausschließen, was außerhalb dieses Rahmens existiert. Doch Design ist nicht universell – es ist geprägt von Kultur, Geschlecht, Umwelt, ‚Race‘. Mein recherchebasiertes Projekt verfolgt einen dekolonialen, pluralistischen Ansatz, dessen Erkenntnisse in einer objekthaften Manifestation Ausdruck finden.

Zion V. Junge studiert Produktdesign an der Kunsthochschule Kassel mit Fokus auf Objektgestaltung; deren gestalterische Praxis bewegt sich an der Schnittstelle von Design, Kunst und Gesellschaftskritik.

Post Partum (Arbeitstitel)

Post Partum (Arbeitstitel) ist ein Publikationsprojekt, das die Erfahrungen nach einer Geburt aus der Unsichtbarkeit locken will. Was geschieht in dem Zeitabschnitt konkret, der Post Partum Periode genannt wird: wenn eine gebärende Person vorerst in die scheinbare oder tatsächliche Isolation verschwindet? Warum besteht diese Tabuisierung, die Unsichtbarmachung dieser Zeit überhaupt? Welche physischen und psychischen Folgen hat eine Geburt, und was ist gender affirming care nach der Geburt? Anhand von Erfahrungsberichten und Gesprächen mit Hebammenkundigen widmet sich das Projekt den postnatalen Erfahrungen von Gebärenden und der Frage wie es zu der Romantisierung und Mystifizierung ebenjener kommt. Die so bestehende Leerstelle schränkt unser aller informierte reproduktive Selbstbestimmung ein.

Karin Andrea Grünwald arbeitet mit Textil, Grafikdesign, Print und Coding, und, in einer spielerischen Praxis, mit nuancierten Begrifflichkeiten, Träumen und gesellschaftlichen Einbettungen, insbesondere in Bezug auf Geschlechterforschung.

Foto: Karin Grünwald

Eine Ode an das Vage oder Ich sehe was, das du nicht siehst (AT)

Das Abschlussprojekt beschäftigt sich mit dem Sehen und Gesehen werden, dem Entschlüsseln kultureller Codes und dem Spannungsfeld zwischen Sagbarem und Unsagbarem. In einer mehrteiligen Installation soll materielle Recherche anhand von Text, Textur und Textil erfahrbar werden. Die Arbeit strebt neue Les- und Sichtbarkeiten an, indem sie vorhandene Strukturen erforscht, dekonstruiert und neu zusammensetzt.

 

Rebecca Scheibke studiert seit 2018 an der Schnittstelle von textiler und grafischer Gestaltung und erforscht dabei das Verknüpfen, Verweben, Auftrennen und Verflechten auf materieller sowie immaterieller Ebene.

DIE ‘THEORIE & PRAXIS DER VISKOM’ IST EIN ARBEITSBEREICH (DH KEINE KLASSE)

Die ‘Theorie & Praxis der Visuellen Kommunikation’ ist als Arbeitsbereich organisiert und nicht als ‘Klasse’. Das bedeutet, dass die Lehrveranstaltungen und die Projekte, die hier angeboten werden, allen Studierenden der KhK / der Uni Kassel offen stehen. Genauere Informationen zu Anmeldungen und Wünschen der Lehrenden in Bezug auf Verbindlichkeit finden sich in den Beschreibungen der LVs bzw. der Projekte.

Und voilà der Link zum allgemeinen ->  KhK Kalender

Johanna Schaffer ist im Wintersemester 2056-26 im Forschungsfreisemester.

Kolloquium der Theorie und Praxis der Visuellen Kommunikation

Übung: Miriam Schickler

Zweiwöchentlich, Mittwoch 16:00-18:30 (pünktlich), ab 15.10.2025

Anmeldungen bis 15.10.2025 bei Ebony Schneeweiß: uk081401ATstudent.uni-kassel.de

Im Kolloquium gemeinsam diskutiert werden Konzepte, Projekte und Abschlussarbeiten. Das Kolloquium ist offen für Studierende aller unterschiedlichen Semester und Studiengänge. Es bietet die Möglichkeit, über die eigene Arbeit und die Projekte anderer Studierender aus verschiedenen Praxisperspektiven zu diskutieren. Und: das Kolloquium ist für den Verlauf des Semesters verbindlich. Zum ersten Treffen können alle Interessierten kommen, ab dem zweiten Treffen gilt: die, die mitmachen, kommen zu jedem weiteren Treffen. Weitere Spielregel: jede der anwesenden Studierenden diskutiert ein Mal im Semester ein eigenes Projekt mit und vor der gesamten Gruppe. Das Kolloquium findet in Präsenz statt (nachdem wir immer noch in pandemischen Verhältnissen arbeiten, gibt es bei Bedarf und nach Rücksprache für Teilnehmende die Möglichkeit, online zuzuhören).

Im Lehramt Kunst anrechenbar als L3_Modul 24.

Visual: Ebony Schneeweiß

Über Antisemitismus sprechen.

Seminar, Miriam Schickler

Zweiwöchentlich, Donnerstags 14:00-17:00 Uhr (pünktlich) ab 16.10.2025, Raum 0325 (Arbeitsraum der TuP)

Anmeldung bis zum 16.10.2025 bei miriam.schicklerATuni-kassel.de

In diesem Seminar werden wir uns über Texte und Diskussionen sowohl mit der Geschichte als auch mit den gegenwärtigen Formen, den Elementen und Funktionen des Antisemitismus auseinander setzen. Insbesondere werden wir uns mit den Beziehungen zwischen Antisemitismus und anderen Rassismen beschäftigen und gemeinsam das gegenwärtige Diskursfeld des Anti-Antisemitismus analysieren.

Es ist keinerlei Vorwissen notwendig und dieses Seminar ist vor allem dafür konzipiert, Fragen und Unsicherheiten zu diskutieren.

Für die Teilnahme am Seminar inklusive vorbereitendem Lesen ausgewählter Texte gibt es einen Teilnahmenachweis (‘Schein’) über 2 SWS.

Visual: Ebony Schneeweiß

Worte sehen, Bilder schreiben: Eine Werkstatt für vielsprachiges und visuelles Erzählen, Teil 1 (Online)

Übung: Ju Bavyka

Lesen, Schreiben, Übersetzen, Editieren – Mich und Andere.

Dies ist Teil 1 der Übung (1 SWS). Er wird online abgehalten. Teil 2 findet in Präsenz im Sommersemester 2026 statt.

17.11.2025
01.12.2025
15.12.2025

Jeweils 10:00 – 13:00 mit Pausen. Anmeldung bis 10.11.25 bei ju.bavyka AT gmail.com

Minimale Teilenhmendenzahl: 6, max. 20

Offen für alle, die mit Text und Bild arbeiten und Schreiben auch als Übersetzungsarbeit zwischen Sprachen, Medien und Inhalten verstehen, besonders auch für Studierende der VisKom. Die Übung wird aus einer vielsprachigen Perspektive geleitet und lädt dazu ein, unterschiedliche Ausdrucksformen zu erkunden. Wir werden literarische Texte und Lyrik lesen, das Schreiben und Editieren üben und unsere Arbeiten diskutieren. Gelesen wird auf Deutsch, Englisch und in mehrsprachigen Texten, diskutiert auf Deutsch sowie in multilingualen Formaten.

Ju Bavyka (they/them) ist ein∙e freischaffende∙r visuelle∙r Künstler∙in und Schriftsteller∙in. Ju wuchs in Kasachstan auf und studierte Architektur an der Universität Kassel und Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel. Ju schreibt, publiziert und stellt aus, alles davon aus einer queerer und migrantischen Perspektive, und lebt zwischen Sydney und Berlin.

Visual: Ebony Schneeweiß

Mappings, Suspicious Readings, and Anti-Antisemitism as Dispositif (Vortrag, 10.07.25, Universität Köln)

https://artes.phil-fak.uni-koeln.de/promotion/qualifikation/artes-forum/forum-2025

I am part of a recently formed, small, and extra-institutional group of loosely connected researchers based in Germany attempting to describe what we’ve begun to call the anti-antisemitism dispositif. Our first impulse was to map its elements and articulations. Such a mapping could, for example, visually reconstruct Hanno Hauenstein’s reporting from September 2024 on an exclusive story by the Springer-owned Bild Zeitung on Hamas sabotaging ceasefire negotiations: a desinformation campaign that can be traced back to Israeli premier Benjamin Netanjahu’s office, wrote Hauenstein, while also pointing out that Axel Springer SE owns Israel’s largest classified ads online platform Yad2 on which property is offered for sale in the illegally occupied Palestinian territories. Springer, in other words, is making money by promoting the ongoing expropriation, expulsion and destruction of Palestinian people. 
But mappings and their theories of networks tend to feed on conspiratorial plot mechanics. Considering how conspirational constructions are a fundamental component of antisemitism as practice of meaning making and how they also define more broadly many elements in our current moment of fascizisation, we might be invested in constructing different forms of representation – reflexive mappings marked by antifascist affordances. 

DIE ‘THEORIE & PRAXIS DER VISKOM’ IST EIN ARBEITSBEREICH (DH KEINE KLASSE)

Die ‘Theorie & Praxis der Visuellen Kommunikation’ ist als Arbeitsbereich organisiert und nicht als ‘Klasse’. Das bedeutet, dass die Lehrveranstaltungen und die Projekte, die hier angeboten werden, allen Studierenden der KhK / der Uni Kassel offen stehen. Genauere Informationen zu Anmeldungen und Wünschen der Lehrenden in Bezug auf Verbindlichkeit finden sich in den Beschreibungen der LVs bzw. der Projekte.

Und voilà der Link zum allgemeinen ->  KhK Kalender

Kolloquium der Theorie und Praxis der Visuellen Kommunikation

Übung: Miriam Schickler, Johanna Schaffer

Zweiwöchentlich, Mittwoch 16:00-18:30 (pünktlich), ab 23.04.2025

Anmeldungen bis 23.04.2025, bitte bei Marlene Hessemer, marlene.hessemer(AT)student.uni-kassel.de

Im Kolloquium gemeinsam diskutiert werden Konzepte, Projekte und Abschlussarbeiten. Das Kolloquium ist offen für Studierende aller unterschiedlichen Semester und Studiengänge. Es bietet die Möglichkeit, über die eigene Arbeit und die Projekte anderer Studierender aus verschiedenen Praxisperspektiven zu diskutieren. Und: das Kolloquium ist für den Verlauf des Semesters verbindlich. Zum ersten Treffen können alle Interessierten kommen, ab dem zweiten Treffen gilt: die, die mitmachen, kommen zu jedem weiteren Treffen. Weitere Spielregel: jede der anwesenden Studierenden diskutiert ein Mal im Semester ein eigenes Projekt mit und vor der gesamten Gruppe. Das Kolloquium findet in Präsenz statt (nachdem wir immer noch in pandemischen Verhältnissen arbeiten, gibt es bei Bedarf und nach Rücksprache für Teilnehmende die Möglichkeit, online zuzuhören).

Im Lehramt Kunst anrechenbar als L3_Modul 24.

Visual: Marlene Hessemer

Hörbarkeiten – zu Praktiken und Politiken des Zu/Hörens

Seminar: Miriam Schickler.

Nordbau, tup Arbeitsraum, 0325.

24.04., 08.05., 22.05., 05.06., 03.07., 17.07.25, jeweils 13:30 bis 16:30 Uhr

Anmeldung bis 24.04.25 bei miriam.schicklerATuni-kassel.de

Zu/Hören scheint als Praxis so alltäglich und allgegenwärtig zu sein, dass seine Komplexität und seine Relevanz für Wissensproduktion oft unterschätzt wird. Wie jede Form der Kommunikation wird Zu/Hören gelernt und trainiert. Deshalb sind Praktiken des Zu/Hörens orts-, zeit- und kulturspezifisch und werden durch soziale, politische und wirtschaftliche Faktoren sowie durch Gewalt und Ideologie geprägt. Wie wir zu/hören, wem oder was wir zu/hören und wen oder was wir überhören ist also von Kontext zu Kontext sehr unterschiedlich und auch von Person zu Person. Dennoch wird immer wieder angenommen, dass wir alle auf dieselbe universelle normative Weise Klang wahrnehmen bzw. zu/hören können. In diesem Seminar wollen wir diese Annahme gemeinsam durch das Lesen und Diskutieren von Texten sowie durch kollektives und individuelles Zu/Hören hinterfragen.

Für die Teilnahme am Seminar inklusive vorbereitendem Lesen ausgewählter Texte sowie kleineren Hausaufgaben gibt es einen Teilnahmenachweis (‘Schein’) über 2 SWS.

 

Visual: Marlene Hessemer

Worte sehen, Bilder schreiben: Eine Werkstatt für vielsprachiges und visuelles Erzählen

 

Lesen, Schreiben, Übersetzen, Editieren – Mich und Andere.

Workshop: Ju Bavyka, verschoben auf Wintersemester 25/26

16. – 18. Juni, 11.00 – 16.00 (mit Pausen)

Raum: 0324 Nordbau (Arbeitsraum der TuP), max. 12 Studierende

Anmeldung bis 12.06.25 bei ju.bavykaATgmail.com

Offen für alle, die mit Text und Bild arbeiten und Schreiben auch als Übersetzungsarbeit zwischen Sprachen, Medien und Inhalten verstehen, besonders auch für Studierende der VisKom. Die Werkstatt wird aus einer vielsprachigen Perspektive geleitet und lädt dazu ein, unterschiedliche Ausdrucksformen zu erkunden. Wir werden literarische Texte und Lyrik lesen, das Schreiben und Editieren üben und unsere Arbeiten diskutieren.
Gelesen wird auf Deutsch, Englisch und in mehrsprachigen Texten, diskutiert auf Deutsch sowie in multilingualen Formaten.

Ju Bavyka (they/them) ist ein∙e freischaffende∙r visuelle∙r Künstler∙in und Schriftsteller∙in. Ju wuchs in Kasachstan auf und hat Architektur an der Universität Kassel und Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel studiert. Ju schreibt, publiziert und stellt aus, alles davon aus einer queerer und migrantischen Perspektive, und lebt zwischen Sydney und Berlin.

Visual: Marlene Hessemer

Workshop mit Karen Johne: Ohn/Macht–Konflikte–Struktur

(Organisatorische Mithilfe: Johanna Schaffer)

3. Juni 2025, 10-16h

für 6 – 10 Studierende

Anmeldung bis 30.05.2025 bitte bei Marlene Hessemer, marlene.hessemer(AT)student.uni-kassel.de

Dies ist ein Workshop, der ermutigen soll, Strukturen, die als repressiv erlebt werden, verändern zu wollen und zu können. Teil der gemeinsamen Arbeit ist zu klären, wie strukturelle Zusammenhänge verstehbar werden. Dafür werden verschiedene Dimensionen von Macht vorgestellt und Zugänge erforscht, wie wir Macht als Mittel jenseits von Herrschaft nutzen können, um gemeinsam Strukturen zu gestalten.

Karen Johne ist Politologin, Trainerin, Beraterin, Coach und Supervisorin. Sie arbeitet seit vielen Jahren freiberuflich mit verschiedenen internationalen Nicht-Regierungsorganisationen und aktivistischen Zusammenhängen im In- und Ausland.

 

Visual: Marlene Hessemer

Eine Lese-Praxis-Gruppe zu zeitgenössischen Faschismustheorien, faschistischen Spiel-Mechaniken und antifaschistischen Spielpraxen, gehostet von Johanna Schaffer und riprip

Alle zwei Wochen immer Donnerstag, 16.45- 19.00, Beginn 24.04.25

Ort: Karo-Cafe, Karolinenstr. 22, 34 127 Kassel

Diese Lesegruppe ist eine inner- und ausseruniversitäre Zusammenarbeit, sie wird gehostet von riprip und Johanna Schaffer (Theorie&Praxis der Visuellen Kommunikation). Teilnehmen können alle Interessierten, es wird kein Vorwissen erwartet, aber Durchhaltevermögen: wir lesen Theorie zusammen, das ist anstrengend. Wir wünschen uns Neugier und einen freundlichen Umgang miteinander. Wir beginnen jedes Treffen mit einem Austausch dazu, wie wir zusammen arbeiten wollen. Studierende können für die Teilnahme einen Theorie-Schein erhalten, wenn sie einen kurzen Textinput von ca 10 Minuten vorbereiten.

Wir schlagen vor, folgende Texte zusammen zu lesen:

Zeynep Gambetti: Exploratory Notes on the Origins of New Fascisms. in: Critical Times (2020) 3 (1): 1–32.

Simon Strick: Emergente, spielerische Faschismen. in: Zeitschrift für Medienwissenschaft. Jg. 13, Heft 25 (2/2021): Spielen, 81–90. DOI: https://doi.org/10.25969/mediarep/16791

Visual: Marlene Hessemer

Zum schriftlichen Teil der künstlerischen Abschlussarbeit

3stündige Übung

Nordbau, tup Arbeitsraum = 0325

17.07.25, 13.30 – 15.30

Anmelden bitte  bei  marlene.hessemer(AT)student.uni-kassel.de

Um Euch bei der Ideenfindung darin zu unterstützen, wie der schriftliche Teil Eures Abschlusses aussehen könnte, werde ich Beispiele mitbringen, wie andere diese Aufgabe gelöst haben. Ich werde Euch das Interview als Textform und als schöne, wenn auch arbeitsaufwändige Lösung zeigen dafür, wie man zu einem Text kommen kann; und ich werde über Titelblatt, Gliederung, Inhaltsangabe und Literaturangaben sprechen, und darüber, welche Regeln es für das Zitieren gibt.

Masking Neurodiversity (Arbeitstitel)

Das Abschlussprojekt Masking Neurodiversity ist eine Audio-Installation in Form von Interviews, die sich mit dem Befinden, dem Überspielen und dem Verstecken eigener Verhaltensweisen, mit Coping-Mechanismen und Selbstschutz neurodiverser Menschen im Alltag beschäftigt. Es wird über die Handhabung von Alltagssituationen gesprochen und welche Auswirkungen diese auf Energie, Stress, Emotionen und soziale Interaktion einer Person haben. „Was sind und können die Bedürfnisse neurodiverser Menschen sein?”, lautet die Frage in einer neurotypischen, normativen Welt.

Mit dem Forschen zu Inhalten von Be/-enthinderung, Crip Theories, Neurodiversity und Identität regt Juca (Julia R. Bender) zum Nachdenken über gegebene Strukturen an. Their Schwerpunkt sind Konstruktionen und Formen aus Textil und Schaumstoffen sowie Elektronik und Sound.

Visual: Juca

a room full of words

Mein Abschlussprojekt basiert auf einem Verständnis des Körpers als Kommunikationsmedium, das Bilder im Raum entstehen lässt und Fragen stellen kann, die über linguistische Sprache und analytisches Denken hinausgehen. Das Projekt stellt Fragen zu den Zusammenhängen zwischen Körper, Raum und Objekt: In welcher Beziehung stehen diese drei Elemente, wie beeinflussen und bewegen sie sich gegenseitig, was geschieht in den scheinbar formlosen Zwischenmomenten? Das durch diese Auseinandersetzung gesammelte Bewegungsrepertoire wird diese Zusammenhänge auf der bildlichen und räumlichen Ebene beschreiben/testen.

Johanna Jani beschäftigt sich seit 2009 mit Tanz und Bewegungsrecherche und interessiert sich u.a. für Diskurse, welche die Dimension des Körpers miteinbeziehen und anerkennen.

 

Video-Stills: Johanna Jani

Radikale Einfallslosigkeit

(Grundlage und Effekt gegenwärtiger Konsensproduktion)

Simon Strick, Johanna Schaffer

Unser Beitrag schlägt vor, das Imaginationsvermögen als gesellschaftliche Ressource zu verstehen, die sich intensivieren oder brachlegen oder zumindest hemmen lässt. Letzteres geschieht gegenwärtig auch durch die Einsätze rechter bis extremrechter Kräfte, deren Strategie des Erreichens kultureller Hegemonie als Vorstufe politischer Hegemonie als erfolgreich angesehen werden kann. Ein Teil dieser rechten Arbeit war und ist die Verknappung des Vorstellbaren, und ihr Erfolg berührt auch die akademische Reflektion über und Intervention in die autoritären Shifts der Gegenwart.

Illustration: Jonas Töpfer, Kassel 2025

Abdrift ins Autoritäre, oder Kunsthochschulen als Orte der Kritik

Eine Veranstaltungsreihe von Lehrenden an deutschsprachigen Kunsthochschulen im Wintersemester 2024/25 und Sommersemester 2025

Die gemeinsam organisierte Veranstaltungsreihe stellt sich einer aktuell zu beobachtenden Abdrift ins Autoritäre entgegen. In den Nachwehen der Covid-19-Pandemie, unter dem Druck der Klimakrise und angesichts von Kriegen und zunehmender Militarisierung verschärfen sich Konflikte auch innerhalb von Hochschulen: Besetzungen durch Studierende werden unter Einsatz der Polizei geräumt – seit den späten 1960er Jahren wurde auf eine Studierendenbewegung selten mit einer solchen Vehemenz reagiert. Lehrende und Forschende erfahren Diffamierungen, werden aus politischen Gründen ausgeladen, Verträge werden nicht verlängert. Praktiken der Denunziation, des Digital Policing und der Hate Speech greifen auf die Hochschulpolitik über. Politische Akteur*innen setzen die Hochschulen unter Druck und beschneiden ihre Autonomie.

Am Kunstfeld lässt sich diese Abdrift ins Autoritäre deutlich ablesen. Die Debatten um unter anderem die Ruhrtriennale, die documenta fifteen, die Berlinale oder die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen werfen die Frage auf, warum sich aktuell so viele Konfliktlinien an den Künsten festmachen. Wie verändern sich Kunsthochschulen unter dem Eindruck dieser Konflikte?

Die Veranstaltungsreihe dient dazu, (Kunst-)Hochschulen als Orte der kritischen Kunst- und Wissensproduktion zu begreifen – als Orte, an denen Argumente entwickelt, Kontroversen öffentlich ausgetragen werden und Dissens bestehen kann. In verschiedenen Formaten analysiert die Reihe aktuelle Politiken und erodierende demokratische Ordnungen. Die Beiträge thematisieren die Delegitimierung postkolonialer Kunst und Theorie. Sie fragen nach den miteinander verschränkten Artikulationen antisemitischer, rassistischer und sexistischer Gewalt. Sie fragen nach den Formen und Effekten eines von rechts vereinnahmten Anti-Antisemitismus, der sich gegen emanzipatorische Bewegungen und immer offener auch gegen kritische jüdische Positionen und Personen richtet. Sie fragen nach den Auslassungen postmigrantischer Erinnerungskultur. Die Ringvorlesung untersucht den neoliberalen Umbau von Kunsthochschulen, nimmt die Ästhetiken von Protest und Besetzung sowie das Spannungsverhältnis zwischen Kunst und Politik in den Blick.

Folgt aus dieser Abdrift der Autoritarismus? Welche Fluchtlinien lassen sich finden, welche Möglichkeiten öffnen sich, wenn wir die Gegenwart analysieren und der Abdrift widerstehen?

Kontakt:
kunsthochschulen@krisol-wissenschaft.org

Abdrift ins Autoritäre, oder Kunsthochschulen als Orte der Kritik

Facing the Authoritarian Drift: Art Schools as Sites of Critique

Eine Veranstaltungsreihe von Lehrenden an deutschsprachigen Kunsthochschulen im Wintersemester 2024/25 und Sommersemester 2025

Die gemeinsam organisierte Veranstaltungsreihe stellt sich einer aktuell zu beobachtenden Abdrift ins Autoritäre entgegen. In den Nachwehen der Covid-19-Pandemie, unter dem Druck der Klimakrise und angesichts von Kriegen und zunehmender Militarisierung verschärfen sich Konflikte auch innerhalb von Hochschulen: Besetzungen durch Studierende werden unter Einsatz der Polizei geräumt – seit den späten 1960er Jahren wurde auf eine Studierendenbewegung selten mit einer solchen Vehemenz reagiert. Lehrende und Forschende erfahren Diffamierungen, werden aus politischen Gründen ausgeladen, Verträge werden nicht verlängert. Praktiken der Denunziation, des Digital Policing und der Hate Speech greifen auf die Hochschulpolitik über. Politische Akteur*innen setzen die Hochschulen unter Druck und beschneiden ihre Autonomie.

Am Kunstfeld lässt sich diese Abdrift ins Autoritäre deutlich ablesen. Die Debatten um unter anderem die Ruhrtriennale, die documenta fifteen, die Berlinale oder die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen werfen die Frage auf, warum sich aktuell so viele Konfliktlinien an den Künsten festmachen. Wie verändern sich Kunsthochschulen unter dem Eindruck dieser Konflikte?

Die Veranstaltungsreihe dient dazu, (Kunst-)Hochschulen als Orte der kritischen Kunst- und Wissensproduktion zu begreifen – als Orte, an denen Argumente entwickelt, Kontroversen öffentlich ausgetragen werden und Dissens bestehen kann. In verschiedenen Formaten analysiert die Reihe aktuelle Politiken und erodierende demokratische Ordnungen. Die Beiträge thematisieren die Delegitimierung postkolonialer Kunst und Theorie. Sie fragen nach den miteinander verschränkten Artikulationen antisemitischer, rassistischer und sexistischer Gewalt. Sie fragen nach den Formen und Effekten eines von rechts vereinnahmten Anti-Antisemitismus, der sich gegen emanzipatorische Bewegungen und immer offener auch gegen kritische jüdische Positionen und Personen richtet. Sie fragen nach den Auslassungen postmigrantischer Erinnerungskultur. Die Ringvorlesung untersucht den neoliberalen Umbau von Kunsthochschulen, nimmt die Ästhetiken von Protest und Besetzung sowie das Spannungsverhältnis zwischen Kunst und Politik in den Blick.

Folgt aus dieser Abdrift der Autoritarismus? Welche Fluchtlinien lassen sich finden, welche Möglichkeiten öffnen sich, wenn wir die Gegenwart analysieren und der Abdrift widerstehen?

Kontakt:
kunsthochschulen@krisol-wissenschaft.org

Arbeitstitel: Wenn der Regen aufhört

Der autofiktionale Comic Wenn der Regen aufhört (Arbeitstitel) handelt von den Umzugsplänen einer Protagonistin, die als chinesische Migrantin in Deutschland lebt. Die Erzählung entwickelt sich entlang fragmentarischer Alltagsauszüge. Diese thematisieren Verhältnisse, die bezeichnend für die Migrationserfahrungen der Protagonistin sind. In einem Zusammenspiel expliziter und impliziter Ausdrucksformen handelt die Geschichte vom (Nicht-)Fortschritt des Umzugs, stellt unterschiedliche Positionen aus der migrantischen Community dar und zeigt die Eigensinnigkeit des nassen Wetters.

 

Jiaqi Hou zeichnet, schreibt und übersetzt mit besonderem Interesse an den stilistischen Möglichkeiten und politischen Dimensionen des Absurden, des Poetischen und des Ambivalenten in den Medien Comics und Illustrationen.

 

Zeichnung: Jiaqi Hou

Valencia (Arbeitstitel)

 

Die westliche Moderne verabschiedete sich vom Dekor zugunsten einer vermeintlich gesteigerten Funktionalität. Imitat und Dekoration fungieren von nun an als Projektionen von Sehnsuchtsorten. Das Produkt ‘Valencia’ ist ein in Baumärkten angebotenes Styropor-Dekodeckenmodul mit Putzmuster und bildet  den Ausgangspunkt für Klara Schniebers Auseinandersetzung mit Raum und Materialität und ihrer Beschäftigung mit dem gesellschaftlichen Umgang von räumlichem Bestand.

 

In ihrer künstlerischen Praxis provoziert Klara Schnieber Raum durch immersive Skulpturen.

Foto: Klara Schnieber

Heartbreak Landscape

Heartbreak Landscape ist eine mäandernde Einzelspieler-Koop-Installation. Sie ermöglicht simultane Interaktionen mit verschiedenen Elementen von Wetter- und Vegetationssimulationen, zarten Landschaften und müden Tieren an unterschiedlichen Orten, die gleichzeitig miteinander verbunden und unabhängig voneinander sind.

 

Tobias Zarges arbeitet an Schnittstellen von Grafik, Sound, Narration und Interaktion und lehrt, forscht und experimentiert an der Kunsthochschule Kassel zu den Möglichkeiten narrativer und spielerischer Systeme, poetischer und widerspenstiger Simulationen sowie komplexer und ambivalenter Welten. 

Screenshot: Tobias Zarges

Yes, this is a thread (AT)

Ausgehend von meiner Beobachtung, dass die in regionalen Stickereien abgebildeten Motive ebenso verschwinden wie das Wissen um diese Techniken, wende ich mich dem widerspenstigen Potential textiler Praktiken zu. Das tue ich auf zwei Ebenen: Ich erprobe empowernde Räume für gemeinsames textiles Arbeiten und entwickle einen craftivist audiowalk, der Auswirkungen der Klimakatastrophe und solidarische Umgänge verhandelt.

Tristan Marie Trotz baut mit Text_il und Sound mehrsinnlich erfahrbare Arbeiten für widerspenstige Körper. 2024/25 arbeitet nin als Meisterinnenschülernin mit Johanna Schaffer und Angela Anderson. 2017-24 hat nin Bildende Kunst an der Kunsthochschule Kassel studiert war zuvor als Schneidernin tätig.

Foto: Lea Maraike Sambale

DIE ‘THEORIE & PRAXIS DER VISKOM’ IST EIN ARBEITSBEREICH (DH KEINE KLASSE)

Die ‘Theorie & Praxis der Visuellen Kommunikation’ ist als Arbeitsbereich organisiert und nicht als ‘Klasse’. Das bedeutet, dass die Lehrveranstaltungen und die Projekte, die hier angeboten werden, allen Studierenden der KhK / der Uni Kassel offen stehen. Genauere Informationen zu Anmeldungen und Wünschen der Lehrenden in Bezug auf Verbindlichkeit finden sich in den Beschreibungen der LVs bzw. der Projekte.

Und voilà der Link zum allgemeinen ->  KhK Kalender

Kolloquium der Theorie und Praxis der Visuellen Kommunikation

Übung: Miriam Schickler, Johanna Schaffer
Nordbau, tup Arbeitsraum = 0325
Dienstag 14-tägig, 16.00 – 18.30 (pünktlich), Achtung erstes Kolloquium Mittwoch 16.10.24 16.00 – 18.30

16.10.24 (Achtung, Mittwoch!), dann immer Dienstag: 29.10.24, 12.11.24, 26.11.24, 10.12.24, 14.01.25, 28.01.24, 11.02.24

Anmeldungen bis 15.10.2024 bitte bei Marlene Hessemer, marlene.hessemer(AT)student.uni-kassel.de

Im Kolloquium gemeinsam diskutiert werden Konzepte, Projekte und Abschlussarbeiten. Das Kolloquium ist offen für Studierende aller unterschiedlichen Semester und Studiengänge. Es bietet die Möglichkeit, über die eigene Arbeit und die Projekte anderer Studierender aus verschiedenen Praxisperspektiven zu diskutieren. Und: das Kolloquium ist für den Verlauf des Semesters verbindlich. Zum ersten Treffen können alle Interessierten kommen, ab dem zweiten Treffen gilt: die, die mitmachen, kommen zu jedem weiteren Treffen. Weitere Spielregel: jede der anwesenden Studierenden diskutiert ein Mal im Semester ein eigenes Projekt mit und vor der gesamten Gruppe. Das Kolloquium findet in Präsenz statt (nachdem wir immer noch in pandemischen Verhältnissen arbeiten, gibt es bei Bedarf und nach Rücksprache für Teilnehmende die Möglichkeit, online zuzuhören).

Bild: Marlene Hessemer

DeKonstruktionen von Orientalismus und antimuslimischem Rassismus in Ton/Bild/Text

Nordbau, TuP Arbeitsraum = 0325
Mittwoch 14-tägig, 14:00 – 17:00 (pünktlich)
Lehrende: Miriam Schickler

Anmeldung bis zum 16.10. bei miriam.schickler(AT)uni-kassel.de

16.10.2021, 14:00 bis 15:30 Uhr Vorbesprechung,
30.10.2024, 13.11.2024, 27.11.2024, 11.12.2024, 15.01.2024, 29.01.2024,12.02.2024

Edward Saids 1978 veröffentlichtes Buch Orientalismus gilt als einer der Grundlagentexte der Postkolonialen Studien. Said zeichnet darin die Konstruktion des ‘orientalischen’ Anderen in Abgrenzung vom europäischen bzw. westlichen Selbst nach. Während Said aber den deutschsprachigen Raum von seiner Kritik ausnimmt, wollen wir im Seminar versuchen, diese Leerstelle zu schließen. Anhand verschiedener Texte werden wir uns der facettenreichen Wirkmächtigkeit von Orientalismus als Diskurs annähern. Dabei werden wir uns kontinuierlich mit den Überschneidungen und Verflechtungen von Orientalismus und antimuslimischem Rassismus mit Antisemitismus sowie Queerfeindlichkeit und Misogynie auseinander setzen. Zusätzlich zu den Texten werden wir uns mit gegenwärtigen (pop)kulturellen Präsentationen, Alltagsdiskursen und politischen Bezügen auseinander setzen. Wir werden uns außerdem einigen widerständigen künstlerisch gestalterischen Praktiken widmen, die den orientalistischen Blick bloßstellen, zurückwerfen oder untergraben.

Für die Teilnahme am Seminar inklusive vorbereitendem Lesen ausgewählter Texte und kleineren Hausaufgaben gibt es einen Teilnahmenachweis (‘Schein’) über 2 SWS.

In der Kunstwissenschaft anrechenbar im BA 2.1: Modul VI a und im MA 2.0: Modul II 1. Im Lehramt Kunst anrechenbar als L3_Modul 24.

Bild: Marlene Hessemer

Its Tentacles Are the Wind — (它的触手是风 –)

Its Tentacles Are the Wind (它的触手是风) delves into the complexities of AI, shame, female experiences, and human emotions in interactions with other species. Through the use of 3D-scanned representations of a mother and AI-rendered depictions of a grandmother, the artwork provides a multifaceted exploration of how shame is experienced and expressed across different generations and social contexts. In a virtual environment powered by Unreal Engine and AI technologies, viewers engage with these characters, uncovering personal narratives that reflect the pressures and cultural shifts impacting women’s emotions.

Echo Can Luo’s artistic work integrates diverse narratives to observe biases and differentiation in algorithms during model application and testing, exploring the reconstruction of racial identity and gender equity in the digital world. She studied new media at Kunsthochschule Kassel and is currently working on her art qualification project with Johanna Schaffer and Joel Baumann.

Rendering Image: Echo Can Luo

Witchy Wishes

mit Katharina Brenner und Lioba Wachtel
28. November, 14–17 Uhr, Nordbau Raum 325
Der Workshop richtet sich an alle Studierenden der KhK / der Uni Kassel

Es war einmal eine erschöpfte Gruppe Studierender einer Kunsthochschule, die noch bis spät in die Nacht an ihren Semesterprojekten arbeiteten. Sie waren so müde von den verstaubten Machtstrukturen, den brutalen Ausschlussmechanismen und der neoliberalen Arbeitskultur ihrer Institution. Sie teilten ihr Leid miteinander und eine*r der Studierenden sprach: “Manchmal wünschte ich, wir könnten alle diese öden Strukturen auf den Kopf stellen und die Kunsthochschule zu einem Ort machen, an dem alle mitbestimmen können.” Inmitten der dunklen Nacht traf das Strahlen des Vollmondes die Studierenden und es geschah: es legte sich eine Hexenkraft auf sie, die stärker war, als all die historisch gewachsenen unausgesprochenen und niedergeschriebenen Regeln und Gesetze dieser Hochschule. Sie brachte alles zum Wanken! Der Gruppe Studierende wurde schlagartig klar, dass sie all diese Ungerechtigkeiten, die sich in der Institution niedergeschrieben hatten, nicht akzeptieren müssen, und sie begannen aufgeregt und freudig damit, Wünsche zu formulieren: “Es werden all die normierten Sitzmöbel, die hierarchische Anordnung der Tische und die barrierereichen Zugänge verschwinden. All die verschiedenen Körper werden sich wohl, willkommen und einbezogen fühlen.” Der Klassenraum veränderte sich, und die Gruppe landete in einer komplett neuen Architektur voller zugänglicher, weicher und flexibler Strukturen, die zum Mitzubestimmen, Aushandeln, aufeinander Eingehen und füreinander Sorgen einluden. Sie schauten sich um und sahen auf einmal ganz viele Personen, die sonst noch nie die Kunsthochschule betreten hatten. Das begeisterte die Studierenden so sehr, dass sie die ganze Nacht damit verbrachten, ihre Wünsche auszusprechen…

In der institutionsübergreifenden Workshopreihe „Witchy Wishes“ laden wir Studierende ein, im Rahmen eines fiktiven Szenarios von radikal neuen Hochschulstrukturen zu träumen und Ideen in Kurzgeschichten, fiktiven Zeitungsartikeln, Listen, Gedichten und Hexensprüchen zu manifestieren. Die kollektiven Imaginationen der Teilnehmenden verschiedener Kunsthochschulen werden in einem Sammelband zusammengeführt und im Frühjahr 2025 veröffentlicht.

Zugänglichkeit:
Der Workshop wird in Deutscher Lautsprache stattfinden. Es sind keine Vorkenntnisse im Schreiben notwendig. Wir werden im Workshop mit Sound und Licht arbeiten und können dabei auf eure Bedürfnisse eingehen. Teile uns sehr gerne deine Zugangsvoraussetzungen im Vorhinein per Mail (an liobawachtel@aol.com) mit.

CVs:

Katharina Brenner arbeitet an der Schnittstelle von Institutionskritik, Queer-Feminismus, psychischer Gesundheit und Aktivismus im Rahmen von kollektiver Lehre, kritischer Gestaltungspraxis und experimenteller Textproduktion. Sie hat Visuelle Kommunikation an der Universität der Künste Berlin und der Estonian Academy of the Arts studiert und kürzlich ihr Studium an der Kunsthochschule Kassel mit der Abschlussarbeit “Praktiken widerspenstiger Lernräume” abgeschlossen. Seit 2019 ist Katharina Mitorganisatorin studentischer Seminare, unter anderem in Zusammenarbeit mit Eine Krise bekommen, In the Meantime und Klasse Klima.
Mehr Infos: https://katharinabrenner.xyz/

Lioba Wachtel arbeitet am liebsten an Bildungsformaten in kollektiven Strukturen zu Themen wie institutionelle Heartbreaks, alternative Lernräume und dem Voneinander Lernen. Außerdem ist sie als Grafikdesignerin tätig. Lioba hat Kommunikationsdesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und der Estonian Academy of the Arts studiert und hat kürzlich ihr Studium mit dem Projekt “Die Institution, die Hexe, die Kollektivität und ich.” abgeschlossen. Seit 2023 ist Lioba Teil des gerade noch Namenlosen Kollektives, das aus der Zusammenarbeit von den Kollektiven Eine Krise bekommen und In the Meantime entstand.

A Potential History of the Jewish Muslim World

 

 

ein Gespräch mit Ariella Aïsha Azoulay über ihr Buch The Jewelers of the Ummah

a Conversation with Ariella Aïsha Azoulay on her Book The Jewelers of the Ummah

Miriam Schickler, Johanna Schaffer

Dienstag, 28. Januar 2025, 11:00 – 13:30 Uhr (pünktlich)
Dienstag, 11. Februar 2025, 13:00 – 15:00 Uhr (pünktlich)

20 Teilnehmende, in Präsenz, Raum 0235, KhK Nordbau
Raum 0235, Kunsthochschule Kassel Nordbau
Bitte anmelden bis 13.01.2025 bei Miriam Schickler

20 Participants, in presence, please register until Jan 13, 2025 with Miriam Schickler

Wir laden Ariella Aïsha Azoulay ein, mit uns über ihr neues Buch The Jewelers of the Ummah. A Potential History of the Jewish Muslim World zu sprechen. Darin schreibt Azoulay über die gewaltsame Aufsplitterung jüdisch-muslimischen Lebens im SWANA Raum (Südwestasien und Nordafrika).

Im ersten Treffen der zweiteiligen Veranstaltung diskutieren wir einen Ausschnitt des Buches, den jede*r Teilnehmende vorher gelesen hat. Wir machen am Anfang aus, wie wir miteinander sprechen, d.h. wir geben uns Regeln, um in einem konfliktreichen diskursiven Feld miteinander zu kommunizieren.

Im zweiten Treffen sprechen wir mit Ariella Aïsha Azoulay via Zoom über ihr Buchprojekt.

Das Gespräch veranstalten wir im Rahmen der Veranstaltungsserie Abdrift ins Autoritäre, da wir den repressiven Diskursverengungen im deutschsprachigen Raum entgegenarbeiten wollen und uns für Kritik interessieren, die binäre Denkmodelle nicht reproduziert.

We invite Ariella Aïsha Azoulay to talk with us about her new book The Jewelers of the Ummah. A Potential History of the Jewish Muslim World. Azoulay writes about the disruption of Jewish-Muslim life in the SWANA region (Southwest Asia and North Africa).

In the first meeting of the two-part event, we discuss a chapter of the book that each participant has read beforehand. At the beginning, we decide how we want to talk to each other, i.e. we give ourselves rules for communicating with each other in a conflict-laden discursive field.

In the second meeting, Ariella Aïsha Azoulay will talk to us about her book project via Zoom.

We are organising this conversation as part of the event series Against the Authoritarian Drift because we want to counter the repressive narrrowing down of discourse in German-language contexts, and we want to learn from criticism that does not reproduce binary models of thought.

Ariella Aïsha Azoulay ist Fotografie-Theoretikerin, Film-Essayistin, Kuratorin und Professorin of Modern Culture and Media and Comparative Literature an der Brown University in den USA.

Ariella Aïsha Azoulay is a theorist of photography, a film essayist, a curator, and a Professor of Modern Culture and Media and Comparative Literature at Brown University in the USA.

Stilübungen, Teil 2

Drei Nachmittage über das Lesen und Schreiben narrativer und argumentativer (grafischer) Texte

Workshop mit Nino Bulling und Johanna Schaffer
20.01.25 – 22.01.25, jeweils 14.00 – 17.00 Uhr

Anmeldungen bis 15.01.25 bitte bei marlene.hessemerATstudent.uni-kassel.de

Raum: Arbeitsraum der TuP, Nordbau RaumNr 0325
20 Studierende max.

Dies war der Teil 1- den Ihr nicht besucht haben müsst, wenn Ihr bei Teil 2 mitmachen wollt.

Auch für diesen Kurs schlagen wir wieder vor, beim Schreiben unterschiedliche Rhytmen, Stile und Sounds auszuprobieren. Anders als letztes Semester fangen wir allerdings konzeptioneller an: Wir beginnen bei einem spezifischen narrativen Stil, den Lauren Berlant “flach” nennt (in einem größeren Zusammenhang des Nachdenkens über “flache Affekte”), um dann auch über Lektorieren und Editieren und noch einmal über Grammatik zu sprechen.

Bild: Marlene Hessemer

Workshop mit Karen Johne: Ohn/Macht–Konflikte–Strukturen

 

Verschoben auf SoSe 2025

Dies ist ein Workshop, der ermutigen soll, Strukturen, die als repressiv erlebt werden, verändern zu wollen und zu können. Teil der gemeinsamen Arbeit ist zu klären, wie strukturelle Zusammenhänge verstehbar werden. Dafür werden verschiedene Dimensionen von Macht vorgestellt und Zugänge erforscht, wie wir Macht als Mittel jenseits von Herrschaft nutzen können, um gemeinsam Strukturen zu gestalten.

Genauere Infos zu Inhalten und Termin bis Ende Oktober.

Karen Johne ist Politologin, Trainerin, Beraterin, Coach und Supervisorin. Sie arbeitet seit vielen Jahren freiberuflich mit verschiedenen internationalen Nicht-Regierungsorganisationen und aktivistischen Zusammenhängen im In- und Ausland.

Arbeitstitel: On loving others

On loving others1 beschäftigt sich mit dem Phänomen der Gruppe. Wie kann erfahrbar gemacht werden, was geschieht, wenn aus Einzelnen mehr wird als die Summe ihrer Teile? “Does Community have a form?”2

1 LOVING OTHERS (Modelle der Zusammenarbeit) war der Titel einer Ausstellung im Künstlerhaus Wien zum Thema der kollektiven Praxis in der Kunst (2022).

2 Martin Beck: History and Love, Pleasure and Time (2015), S. 1.

 

Chiny Udeani schreibt und gestaltet. Ausgehend von persönlichen Momentaufnahmen und theoretischen Auseinandersetzungen finden sich Chinys Projekte in unterschiedlichen Medien wieder: von Comics über Performances bis hin zu Printpublikationen und digitalen Formaten.

 

Foto: Chiny Udeani, aus: Chris Kraus, Aliens and Anorexia (2000), S.16.

Praktiken widerspenstiger Lernräume

Widerspenstig handeln, sich kollektiv sträuben, sich autoritären Anweisungen und Regeln widersetzen. Grrr…. Das Publikationsprojekt Praktiken widerspenstiger Lernräume widmet sich experimentellen Lernformaten, die sich mit ihren Inhalten, Zusammensetzungen, Organisationsformen und*oder Herangehensweisen widerspenstig positionieren und ihre kritischen Visionen in der Praxis erproben. In Konversationen mit den Organisator*innen dieser Lernräume sollen Erfahrungen, Schwierigkeiten und Erkenntnisse dokumentiert und kollektives praktisches Wissen in Form einer Reihe publizierter Hefte zugänglich gemacht werden.

Katharina Brenner arbeitet im Rahmen von kollektiver Lehre, kritischer Gestaltungspraxis und experimenteller Textproduktion an der Schnittstelle von Institutionskritik, Queerfeminismus, psychischer Gesundheit und Aktivismus.

Visual: Katharina Brenner

Der Weg ist weit. Bring weiche Schuhe mit. (Arbeitstitel)

Zwischen Klimakatastrophe, Kapitalismus und erstarkenden Faschismen wird die Welt zunehmend lebensfeindlich. Wie finden wir von hier aus den Weg zu einer? wohlwollenden und nachhaltigen Gesellschaft? Wie kommen wir dort hin, ohne abzustumpfen und über alles hinweg zu trampeln? Ich schlage vor, wir üben uns darin, miteinander radikal weich zu träumen und zu sein.

Morgen brauchen wir Körper, die in einer Welt überleben, die nicht für sie gemacht ist. Heute erfahren Körper in den Lücken der Gesellschaft, wie das geht. Mit diesem Wissen arbeitet Tristan Marie Trotz und ver_sucht solo und kollektiv Wege hin zu einer gerechten, nachhaltigen Gesellschaft. Nins mediale Schwerpunkte sind Textil, Sound, Text und Illustration.

Digitale Zeichnung: Tristan Marie Trotz

Arbeitstitel: Beige

Beige wird ein dokumentarischer Graphic Novel, dessen Schwerpunkt textlicher Natur sein wird. Neben Zeichnungen wird die Arbeit auch Fotos und dokumentarische Verweise auf eine Reise enthalten: Etiketten, Quittungen und andere Druckerzeugnisse. Thematisch setzt sich der Text mit einer deutschen Sozialisation als weißgelesene PoC auseinander, während die Bebilderung ausschließlich in den USA spielt, um beide Nationalitäten der Ich-Erzähler*in darzustellen.

Georgina Mae Mowwe studiert im Schwerpunkt Illustration und Comic und befasst sich hauptsächlicher mit den Schnittpunkten zwischen Graphic-Storytelling, Abstract Comic und Dokumentation.

Zeichnung: Georgina Mae Mowwe

PORÖSE MOMENTE (ARBEITSTITEL)

Diese Abschluss-Publikation kreist um die Erosion von Geschichten. Mit ihren Texten, Illustrationen und Bildgeschichten lädt sie dazu ein, sich in den Spuren unzähliger Realitätsmaschinen zu verlieren. Sie fragt nach Funktionen von Erzählungen und folgt verschlungenen Pfaden der Suche nach politischen Wirksam-Werdens. Vordergründig geht es um mediale Vermittlungen von Wissen und Geschichten; um Umgangsweisen mit Erinnerungen und Informationsfluten. Schleichend begleiten die Publikation jedoch auch Verschiebungen bürgerlicher und männlicher Formen.

Jonas Töpfer studierte seit 2016 an der Kunsthochschule Kassel in der Klasse Illustration und Comic und dem Arbeitsbereich Theorie und Praxis der Visuellen Kommunikation.

Zeichnung: Jonas Töpfer

DIE ‘THEORIE & PRAXIS DER VISKOM’ IST EIN ARBEITSBEREICH (DH KEINE KLASSE)

Die ‘Theorie & Praxis der Visuellen Kommunikation’ ist als Arbeitsbereich organisiert und nicht als ‘Klasse’. Das bedeutet, dass die Lehrveranstaltungen und die Projekte, die hier angeboten werden, allen Studierenden der KhK / der Uni Kassel offen stehen. Genauere Informationen zu Anmeldungen und Wünschen der Lehrenden in Bezug auf Verbindlichkeit finden sich in den Beschreibungen der LVs bzw. der Projekte.

Und voilà der Link zum allgemeinen ->  KhK Kalender

The Staging of Conflict as Critique of Authority. A Kunsthochschule Kassel based research report.

PDF_Staging_of_Conflict, Critique_of_Authority.

The following paper developed from a selection of material that I encountered during my research leave. It is based on two key aspects: I chose material that either exnominates conflict (i.e. denies and represses conflict)1 or stages conflict in a way that questions authoritarian gestures and actions. All cited materials are the result of collective working processes and many of them represent the working processes of an educational institution of art and design. I focus on materials from the late 1960s and early 1970s, particularly in the second part of the text, because I wish to contribute to a renewed examination of the educational concepts of that time regarding their orientation towards anti-classism with an emphasis on a critique of authority that was often explicitly motivated by anti-fascist considerations.

in: Kunstvermittlung zeigen / Representing Art Education. Hg. Carmen Moersch, Sigrid Schade, Sophie Voegele. Wien: Zaglossus 2017. S. 707-749

Erinnerung vermitteln. Gedenken gestalten.

Nordbau, TuP Arbeitsraum = 0325
Donnerstags, 14:00–17:00 Uhr (pünktlich)
Lehrende: Miriam Schickler

Anmeldung bis zum 16.04.2024 bei miriam.schickler@uni-kassel.de

18.04., 02.05., 23.05., 06.06., 20.06., 04.07.

Die Art und Weise, wie wir uns auf die Vergangenheit beziehen, beeinflusst, wer wir in der Gegenwart sind. Schon allein deshalb sind Erinnerung und Gedenken nicht nur im post-nazistischen Deutschland weiterhin stark umkämpfte Felder. In diesem Seminar nähern wir uns über ausgewählte Texte den verschiedenen Dimensionen öffentlicher bzw. kollektiver Erinnerung sowie dem Gedenken an diverse gewaltvolle Ereignisse. Anhand audiovisueller Beispielen (Film, Hörspiel, Digital Media, Illustration etc.) werden wir verschiedene Fragen kritisch erörtern, die sich vor allem an Gestalter*innen und Künstler*inenn richten, wenn es darum geht, Erinnerung zu vermitteln.

Für die Teilnahme am Seminar inklusive vorbereitendem Lesen ausgewählter Texte gibt es einen Teilnahmenachweis (‘Schein’) über 2 SWS.

 

Visual: Saskia Kaffenberger

Überfordernde Realitäten – Gespräch, Recherche und Projekt zu Rechtsextremismus als Medienpraxis

mit Simon Strick, Tobias Zarges, Johanna Schaffer und Joel Baumann

18.04.24 – 15.05.24

Anmeldung Projekt (max. 15 Studierende) bis 17.04.24 an tobiaszargesATuni-kassel.de

Anmeldung für das online stattfindende Gespräch mit Simon Strick (für alle Interessierten) bis 17.04.24 an saskia.kaffenbergerATstudent.uni-kassel.de

Gemeinsam werden wir zu zeitgenössischen rechtsextremistischen und faschistischen Medienpraktiken recherchieren und dabei Strategien und Formen von Diskriminierung und Desinformation besprechen, um diesen im Anschluss durch eigene Produktionen andere Antworten und Automatismen, Wirklichkeiten und Orientierungen entgegenzuhalten.

Ausgangspunkt wird ein Online stattfindendes Gespräch mit Simon Strick sein, der uns von seiner Forschung zu Rechtsextremismus und Faschismus berichten wird. Das Gespräch ist für alle offen (es gibt vorbereitend zu lesende Textausschnitte, die nach Anmeldung zugeschickt werden). Darauf aufbauend werden wir mit einer Gruppe von Studierenden an der Umsetzung von Projekten arbeiten. (Simon Strick ist für den Vortrag und die gemeinsame Präsentation und Diskussion am 15.05.24 mit dabei)

18.04.24, 15 – 17.30 online, Simon hält einen Vortrag, wir sammeln Recherche-Bausteine aus dem Vortrag zusammen.

24.04.24, 15 – 17.30 Projektstart und Verteilung Recherche-Hausaufgaben, TuP Arbeitsraum, Nordbau 0324

03.05.24, 15 – 17.30, erster Online Check-In: Wie gehts Euch mit der Recherche, konzipiert ihr schon ein eigenes Projekt?

08.05.24, 13 – 15.30, zweiter Online Check-In: Wie gehts Euch mit dem eigenen Projekt?

15.05.24, 13 – 18.00, Gemeinsame Präsentation und Diskussion der jeweiligen Projekte mit Simon, Tobias, Johanna und Joel

Und wenn wir danach noch Lust haben weiterzumachen, können wir später im Semester über eine Rundgangspräsentation der jeweiligen Projekte sprechen.

Für die Teilnahme am Projekt gibt es einen sogenannten ‘Theorieschein’ über 1 SWS, nachdem die eigene Recherche im Projekt vorgestellt wurde.

 

Visual: Saskia Kaffenberger

Kolloquium der Theorie und Praxis der Visuellen Kommunikation

Übung: Miriam Schickler, Johanna Schaffer
Nordbau, tup Arbeitsraum = 0325
Mittwoch 14-tägig, 16.00 – 18.30 (pünktlich)

17.04., 8.05., 22.05., 05.06., 19.06., 03.07.

Anmeldungen bis 16.04.2024, bitte bei Saskia Kaffenberger, saskia.kaffenberger(AT)student.uni-kassel.de

Im Kolloquium gemeinsam diskutiert werden Konzepte, Projekte und Abschlussarbeiten. Das Kolloquium ist offen für Studierende aller unterschiedlichen Semester und Studiengänge. Es bietet die Möglichkeit, über die eigene Arbeit und die Projekte anderer Studierender aus verschiedenen Praxisperspektiven zu diskutieren. Und: das Kolloquium ist für den Verlauf des Semesters verbindlich. Zum ersten Treffen können alle Interessierten kommen, ab dem zweiten Treffen gilt: die, die mitmachen, kommen zu jedem weiteren Treffen. Weitere Spielregel: jede der anwesenden Studierenden diskutiert ein Mal im Semester ein eigenes Projekt mit und vor der gesamten Gruppe. Das Kolloquium findet in Präsenz statt (nachdem wir immer noch in pandemischen Verhältnissen arbeiten, gibt es bei Bedarf und nach Rücksprache für Teilnehmende die Möglichkeit, online zuzuhören).

Visual: Saskia Kaffenberger

Stilübungen

Vier Nachmittage über das Lesen und Schreiben narrativer und argumentativer (grafischer) Texte.

Workshop mit Nino Bulling und Johanna Schaffer
17.06.24 – 20.06.24, jeweils 14.00 – 17.00 Uhr

Raum: 17.06.24 im Arbeitsraum der TuP, Nordbau RaumNr 0325, 18.6.-20.06.24 im Seminarraum der Illuklasse, Nordbau RaumNr 1070
20 Studierende max.
Anmelden bis 11.06.24 bei saskia.kaffenbergerATstudent.uni-kassel.de

Womit wir arbeiten werden:
1.
Stilübungen ist ein Buch, das Raymond Queneau 1947 erstmals in Frankreich veröffentlichte. Der französische Wikipedia-Eintrag dazu lautet (in der deepl Übersetzung): “Inspiriert von Johann Sebastian Bachs Die Kunst der Fuge besteht Raymond Queneaus Buch aus einer kleinen harmlosen Geschichte, die auf 99 verschiedene Arten erzählt wird”. 

2005 adaptierte Matt Madden das Konzept für das Medium Comic. 99X: Exercises in Style exerziert dieselbe Anekdote in 99 verschiedenen grafischen und narrativen Stilen durch.

2.
Ursula Le Guin, 1998: Steering the Craft: Exercises and Discussions on Story Writing for the Lone Mariner and the Mutinous Crew.
Und:
Daša Drndić, 2007/2015: Sonnenschein. A. d. Kroatischen von Brigitte Döbert & Blanka Stipetić. “Eine Mutter wartet auf ihren Sohn. 62 Jahre zuvor ist er von den Nazis aus Gorizia, einer Stadt an der italienisch-slowenischen Grenze, entführt worden. Hier hatte sie als junges Mädchen eine Affäre mit einem SS-Offizier… Sie stößt auf andere Schicksale, liest Zeugenaussagen, betrachtet Fotos und Erinnerungsstücke.” Dieses Buch haben wir auch ausgesucht, um darüber zu sprechen, wie Autor:innen in narrativen Texten auf eigene Recherchetätigkeit und Recherchematerial verweisen können; und welche formalen Marker es braucht, um Faktizität in einem Text zu kennzeichnen.

3.
Wikipedia: „Die Genre-Theorie (von frz. genre für Gattung bzw. Stil) klassifiziert typische Merkmale erzählerischer literarischer oder filmischer Werke.“ Schaut man in ein konventionelles Scriptwriting-Handbuch, so ist Genre eine handwerkliche Konstruktion, die hilft, die Form einer Erzählung, ihre Grundstimmung, Thema, Charaktere und Handlung zu bestimmen. Ist Genre Leitplanke oder eher Staßensperre? Genre, sagt der*die US-amerikanische*r Dichter*in Eileen Myles, ist wie Gender. Dey zitiert Amber Hollibaugh: „ Bei Gender/Genre geht es nicht darum, was du tust, sondern darum, wer du denkst, dass du bist, wenn du tust, was du tust.”

Mit diesem Kurs wollen wir vorschlagen, beim Schreiben unterschiedliche Rhytmen, Stile und Sounds auszuprobieren.

 

Visual: Saskia Kaffenberger

Hackenporsche

 

Hackenporsche ist ein autofiktionaler Comic über den sozialen Aufstieg einer jungen Frau aus einer Arbeiterfamilie. Erzählt wird die Geschichte von Paulina, die nach ihrem Kunststudium versucht, sich in der Kunstwelt zu etablieren. Kontrastiert wird diese Erzählebene durch ein Gespräch mit ihrem Vater Ed, der von seiner Kindheit, Heimerfahrungen und dem Leben auf der Straße berichtet.

Melanie Lüdtke studiert seit 2015 Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel und hat sich auf die vielseitigen Facetten des graphischen Erzählens spezialisiert, darunter Comics über das alltägliche Leben, dokumentarische Erzählungen, autofiktionale Geschichten, Kollektivarbeiten, Illustrationen und Lesungen.

Zeichnung: Melanie Lüdtke

 

 

 

Überdruck (AT)

Die experimentelle Video- und Sound-Installation setzt sich mit den Verstrickungen zwischen Psyche, Körper und Sozialisation auseinander. Ein Fokus liegt auf der Auseinandersetzung mit Gefühlen und Gedankenstrukturen, die Depressionen begleiten, und den damit einhergehenden seelischen und körperlichen Belastungen. Eine nichtlineare Erzählung soll die Gedankenschleifen einer fiktiven Protagonistin nachvollziehbar machen und zeigen, wie persönliche Gedankenstrukturen auf gesellschaftliche Anforderungen treffen. 

Ysbell Carolina ist venezolanisch-deutscher Herkunft und darum bemüht, die Welt um sie herum zu verstehen, indem sie schreibt, filmt und zeichnet.

Foto: Ysbell Carolina Schöps

18072013

This work has been made on the occasion of the anniversary of my mother’s death ten years ago (18 July 2013). The sound immersive, site-specific installation adapts to its new surrounding each time it changes locations. 18072013 comes with a Zine based on interviews around mortality, grief and anti-ableism.

Andreia Bickenbach is a mixed-media artist and a cultural worker within the field of a queer-crip-bipoc feminism; their storytelling often takes the shape of autofiction embodied in large scale installations.

 

Photo: Andreia Bickenbach.

Arbeitstitel: Hackenporsche

Hackenporsche ist ein autofiktionaler Comic über den sozialen Aufstieg einer jungen Frau aus einer Arbeiterfamilie. Erzählt wird die Geschichte von Paulina, die nach ihrem Kunststudium versucht, sich in der Kunstwelt zu etablieren. Kontrastiert wird diese Erzählebene durch ein Gespräch mit ihrem Vater Ed, der von seiner Kindheit, Heimerfahrungen und dem Leben auf der Straße berichtet.

Melanie Lüdtke studiert seit 2015 Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel und hat sich auf die vielseitigen Facetten des graphischen Erzählens spezialisiert, darunter Comics über das alltägliche Leben, dokumentarische Erzählungen, autofiktionale Geschichten, Kollektivarbeiten, Illustrationen und Lesungen.

Zeichnung: Melanie Lüdtke

Umstieg/Life Performance

Die Graphic Novel Umstieg/Life Performance (Arbeitstitel) transportiert die Leser*innen mit einem um 60 Minuten verspäteten RE 70 ins Jahr 2007 zurück und gibt einen Einblick in die heute fast vergessene deutsche Visual-Kei-Fanszene der 2000er Jahre. In dem fiktiven Coming-Of-Age-Road-Trip reisen vier junge Fans mit dem Nahverkehr der DB, um eine Visual-Kei-Band live sehen zu können. Sie haben Konflikte untereinander, vor allem aber verhandeln sie die Konflikte, die durch die Konfrontation mit der Konformität der deutschen Dominanzgesellschaft entstehen. Die Graphic Novel ist auch ein Versuch, subtile Ausdrücke von Queerness innerhalb der Szene festzuhalten.

 

Inga-Lisa Burmester studiert seit 2015 Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel und bringt ihr Interesse an zwischenmenschlichen Beziehungen, Queerness, Gender und Popkultur insbesondere mit Illustration und Comic zum Ausdruck.

Skizze: Inga-Lisa Burmester

Lost in Translation? Theoriebildungen und auditive und visuelle Vermittlungen zum Thema Rassifizierung im deutschen Kontext.

Nordbau, TuP Arbeitsraum = 0325
Donnerstag 14-tägig, 14:00–16:30 Uhr (pünktlich)
Lehrende: Miriam Schickler
(Beschränkte Online Teilnahme nach Absprache möglich)

Anmeldung bis zum 16.10.2023 bei miriam.schickler@uni-kassel.de

26.10.23, 09.11.23, 23.11.23, 07.12.23, 11.01.24, 25.01.24, 08.02.24

In diesem Seminar werden wir einige Schlüsseltexte zu Geschichte und zu intersektionalen Erfahrungen von Rassismus und Ausgrenzung im deutschsprachigen Kontext lesen. Außerdem werden wir uns zu jedem Text einigen Beispielen der auditiven und visuellen Vermittlung dieser Themen widmen.

Obwohl es viele Gemeinsamkeiten gibt, haben Rassismen in jedem Kontext eine sehr eigene Geschichte und Form. Prozesse der De/Konstruktion von Rassifizierung können deshalb nur in ihren spezifischen historischen und gesellschaftlichen Kontexten effektiv nachvollzogen werden. Dennoch werden kritische Diskurse zu Rassismus und Rassifizierung auch in Deutschland weitgehend von US-zentrierten Perspektiven dominiert. Dadurch wird die nordamerikanische Erfahrung von Rassismus verallgmeinert, wodurch antirassistische Arbeit im hiesigen Kontext erschwert werden kann. Darüber hinaus werden deutschsprachige Wissensproduktion zu Rassifizierung und vor allem ihre ohnehin schon oft marginalisierten Produzent*innen weiterhin in den Hintergrund gerückt.

Für die Teilnahme am Seminar inklusive vorbereitendem Lesen ausgewählter Texte gibt es einen Teilnahmenachweis (‘Schein’) über 2 SWS.

Im Lehramt anrechenbar für L3 (Gymnasiallehramt) Modul 24.

Visual: Amelie Noll

Kolloquium der Theorie und Praxis der Visuellen Kommunikation

Übung: Miriam Schickler, Johanna Schaffer
Nordbau, tup Arbeitsraum = 0325
Mittwoch 14-tägig, 16.00 – 18.30 (pünktlich)
25.10., 08.11, 22.11., 06.12., 10.01, 24.01, 07.02

Anmeldungen bis 16.10.23, 16 Uhr, bitte bei Amelie Noll, amelie.noll@student.uni-kassel.de

Im Kolloquium gemeinsam diskutiert werden Konzepte, Projekte und Abschlussarbeiten. Das Kolloquium ist offen für Studierende aller unterschiedlichen Semester und Studiengänge. Es bietet die Möglichkeit, über die eigene Arbeit und die Projekte anderer Studierender aus verschiedenen Praxisperspektiven zu diskutieren. Und: das Kolloquium ist für den Verlauf des Semesters verbindlich. Zum ersten Treffen können alle Interessierten kommen, ab dem zweiten Treffen gilt: die, die mitmachen, kommen zu jedem weiteren Treffen. Weitere Spielregel: jede der anwesenden Studierenden diskutiert ein Mal im Semester ein eigenes Projekt mit und vor der gesamten Gruppe. Das Kolloquium findet in Präsenz statt. (Nachdem wir immer noch in pandemischen Verhältnissen arbeiten, gibt es aber in Ausnahmefällen und nach Rücksprache für Teilnehmende die Möglichkeit, online zuzuhören).

Im Lehramt Kunst anrechenbar als L3_Modul 24.

Visual: Amelie Noll

Medientheorien zur Einführung / for Beginners, Teil 2, dekolonial und queerfeministisch perspektiviert

Donnerstag 14-tägig, 10.30 – 13.00 (pünktlich)

26.10.23, 09.11.23, 23.11.23, 07.12.23, 11.01.24, 25.01.24, 08.02.24

Nordbau, tup Arbeitsraum = 0325

Die Medienwissenschaften sind jung, sie entstehen im deutschsprachigen Raum erst in den 1980er und 90er Jahren, und dies mit unklarem Gegenstand (Was sind Medien? Was ist kein Medium?) und einer Vielzahl an Methoden und Ansätzen. Was sie eint, ist ihre Ausrichtung an Popkultur und Massenmedien, besonders elektronischen. Kleidung ist ein Medium und Computer auch, sagt Marshall McLuhan 1969, und Medien sind nicht nur sendende/projizierende Geräte, sondern sie orientieren, formen und transformieren die Subjekte und Gesellschaften, die mit ihnen und über sie kommunizieren. Viele Jahre später werden z.B. Sarah Sharma und Rianka Singh auf die kolonialen und sexistischen Dimensionen hinweisen, die die McLuhansche Theoriebildung durchziehen.

Auch der zweite Teil dieser Lehrveranstaltung bietet einen ersten Überblick über einige zentrale medietheoretische Konzepte und Protagonist:innen, mit einem Schwerpunkt auf antirassistischen, dekolonialen, queer- und transfeministischen Kritiken. Ein Schwerpunkt des Teils 2 wird auf Klassifikationen liegen. Allan Sekula, 1-0-1 Intersex Katalog der NGBK, Lauren Berlant, Wendy Hui Kyong Chun und Bowker & Star.

Wer einen Teilnahmenachweis über 2 SWS erwerben will, kann entweder ein kurzes Input mündlich vorstellen oder als schriftlichen Text abgeben.
Für das Lehramt Kunst anrechenbar im Modul 24/L3, wenn eine wissenschaftliche Hausarbeit im Umfang von 15 Seiten verfasst wird.
In der Kunstwissenschaft anrechenbar in Modulen BA 2.1 Vb; VII b sowie MA 2.0 II. 1

Nachdem wir immer noch in pandemischen Verhältnissen arbeiten, ist es möglich, in Ausnahmefällen und wenn vorab Bescheid gegeben wird, via Zoom zuzuhören.

Visual: Amelie Noll

 

Zum schriftlichen Teil der künstlerischen Abschlussarbeit

07.12.23, 16.45  – 18.30 Uhr

Nordbau, tup Arbeitsraum = 0325

Anmelden bitte bis 05.12.23 bei <amelie.nollATstudent.uni-kassel.de>

Um Euch bei der Ideenfindung darin zu unterstützen, wie der schriftliche Teil Eures Abschlusses aussehen könnte, werde ich Beispiele mitbringen, wie andere diese Aufgabe gelöst haben. Ich werde Euch das Interview als Textform und als schöne, wenn auch arbeitsaufwändige Lösung zeigen dafür, wie man zu einem Text kommen kann; und ich werde über Titelblatt, Gliederung, Inhaltsangabe und Literaturangaben sprechen, und darüber, welche Regeln es für das Zitieren gibt.

 

mûre mûre (AT)

In der performativen Installation « mûre mûre (AT) » werden verschiedene kulinarische und künstlerische Elemente kombiniert, um eine kollektive Sinneserfahrung herzustellen. Im Fokus steht dabei der Geschmackssinn. Traditionelle und experimentelle Zugänge zum Thema Essen werden verwoben und geben Einblicke in eine Vorstellung der Zusammenkunft.  

Lou Hardt studiert seit 2016 an der Kunsthochschule Kassel und arbeitet seitdem oft in und mit Kollektiven, an den Schnittstellen von Installation, Szenografie,  Fotografie und Kulinarik, um Räume der kollektiven Erfahrung herzustellen, die Gewohnheiten, Normen und erlernte Verhaltensregeln befragen wollen.  

Foto: Lou Hardt

Starren (Arbeitstitel)

Das Abschlussprojekt Starren ist eine ca. fünfminütige Animation von uns, Tianshu Yang und Xiaoxuan Yu, und erzählt eine alltägliche Geschichte über das Anstarren und Angestarrt-Werden. In der Öffentlichkeit von anderen mit Blicken fixiert zu werden ist oft eine schlechte Erfahrung für uns. Auf das Angestarrt-Werden reagieren wir mit Unwohlsein oder Unsicherheit, obwohl wir wissen, dass nicht jeder Blick negativ gemeint sein muss. Was können wir also tun?

Tianshu Yang & Xiaoxuan Yu studieren seit 2017 Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel und arbeiten seit 2018 in der Animationsklasse.

Screenshot: Tianshu Yang & Xiaoxuan Yu

Workshop mit Simon Strick: Forschen zu Rechtsextremismus und Faschismus als Medienpraxis

20. Juni 23, 14.00 – 17.00, Arbeitsraum Neue Medien, Raum Nr 0311

Moderation Johanna Schaffer und Joel Baumann

Anmeldung bis 19. Juni 23 bei amelie.nollATstudent.uni-kassel.de

Was heißt Forschen zu Rechtsextremismus und Faschismus als Medienpraxis für Simon Strick, der wissenschaftlich mit Medienrealitäten (und mit Rassismuskritik und Geschlechterpolitiken) beschäftigt ist? Was bedeutet das praktisch, und welche Rolle hat Schreibarbeit in dem Zusammenhang – auch als Emotionsmanagement, d.h. als Mittel der Distanznahme oder auch der Produktivmachung von gewohnten Emotionen und Affekten? Wie kann man toxischem Material aus rechten Kulturen affektiv begegnen, wie mit seiner Omnipräsenz umgehen? Wie kann man eigene Reaktionsmuster thematisieren?

Simon Strick wird im ersten Teil aus der eigenen Arbeitspraxis seiner Forschung für das Buch Rechte Gefühle berichten; im zweiten Teil sollen praktische Übungen in Schreiben, Sprechen oder Memes-Bauen ausprobiert werden. Ganz generell soll Platz zum Teilen von Überlegungen und Praktiken geschaffen werden, denn jede Praxis beruht auf Kollektivität.

Simon Strick ist Medien- und Kulturwissenschaftler am Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften und Gründungsmitglied des Performance-Kollektivs Panzerkreuzer Rotkäppchen.

 

Overwhelming: Faschismen der Gegenwart und Probleme ihrer Beschreibung

Vortrag von Simon Strick
20. Juni 23, ab 18.30 TuP Arbeitsraum, Nordbau 0325

Moderation Johanna Schaffer und Daniel Hornuff

Ich beginne meinen Vortrag bei einem Essay von Enis Maci zu rechten Influencer*innen, um dann über den zunehmend unsicheren Status der Forschung über Neofaschismen zu sprechen und von dort aus zu versuchen, tragfähige – d.h. überlastungsfähige – Arbeitsformen vorzustellen.

DIE ‘THEORIE & PRAXIS DER VISKOM’ IST EIN ARBEITSBEREICH (DH KEINE KLASSE)

Die ‘Theorie & Praxis der Visuellen Kommunikation’ ist als Arbeitsbereich organisiert und nicht als ‘Klasse’. Das bedeutet, dass die Lehrveranstaltungen und die Projekte, die hier angeboten werden, allen Studierenden der KhK / der Uni Kassel offen stehen. Genauere Informationen zu Anmeldungen und Wünschen der Lehrenden in Bezug auf Verbindlichkeit finden sich in den Beschreibungen der LVs bzw. der Projekte.

Hier findet sich übrigens das PDF ‘Wie bekomme ich einen Theorieschein’ = das “Verzeichnis wissenschaftlicher und theoriebasierter Lehrveranstaltungen an der und für die Kunsthochschule Kassel, mit besonderer Aufmerksamkeit für die Anforderungen der künstlerischen und gestalterischen  Studiengänge”. Und hier der Link zum allgemeinen ->  KhK Kalender

Bild: Amelie Noll

Kolloquium der Theorie & Praxis der Visuellen Kommunikation

Übung: Miriam Schickler, Johanna Schaffer
Nordbau, TuP Arbeitsraum, 0325
Mittwoch 14-tägig, 16.00–18.30 Uhr (pünktlich)
12.04. Vorbesprechung (verpflichtend)
26.04.23, 10.05.23, 24.05.23, 07.06.23, 21.6.23, 05.7.23

Anmeldungen bis 11.04.23, 16 Uhr, bitte bei Amelie Noll, amelie.noll(AT)student.uni-kassel.de

Im Kolloquium gemeinsam diskutiert werden Konzepte, Projekte und Abschlussarbeiten. Das Kolloquium ist offen für Studierende aller unterschiedlichen Semester und Studiengänge. Es bietet die Möglichkeit, über die eigene Arbeit und die Projekte anderer Studierender aus verschiedenen Praxisperspektiven zu diskutieren. Und: das Kolloquium ist für den Verlauf des Semesters verbindlich. Zum ersten Treffen können alle Interessierten kommen, ab dem zweiten Treffen gilt: die, die mitmachen, kommen zu jedem weiteren Treffen. Weitere Spielregel: jede der anwesenden Studierenden diskutiert ein Mal im Semester ein eigenes Projekt mit und vor der gesamten Gruppe. Das Kolloquium findet in Präsenz statt (nachdem wir immer noch in pandemischen Verhältnissen arbeiten, gibt es bei Bedarf und nach Rücksprache für Teilnehmende die Möglichkeit, online zuzuhören).

 

 

ICH HÖRE WAS WAS DU NICHT SIEHST

Eine machtkritische Auseinandersetzung zu den Beziehungen zwischen Ton und Bild in Film, Medienkunst und popkultureller Produktion

Nordbau, TuP Arbeitsraum, 0325
Donnerstag 14-tägig, 14:00–16:30 Uhr (pünktlich)
Lehrende: Miriam Schickler
(Beschränkte Online Teilnahme nach Absprache möglich)

Anmeldung bis 10.04. bei miriam.schicklerATuni-kassel.de

13.04. 14:00-16:30 Uhr
27.04. 14:00-16:30 Uhr
11.05. 14:00-16:30 Uhr
25.05. 14:00-16:30 Uhr
22.06. 14:00-16:30 Uhr
06.07. 14:00-16:30 Uhr

Der Filmtheoretiker und Komponist Michel Chion beschreibt audiovisuelle Beziehungen als einen Vertrag, in dem sich die beiden Wahrnehmungen gegenseitig beeinflussen und einander verschiedene Eigenschaften verleihen: Das, was ich sehe, wird beeinflusst von dem, was ich höre, was wiederum das verändert, was ich sehe usw.
In diesem Seminar werden wir uns anhand von Texten und diverser Beispiele kritisch mit Fragen der Audiovisualität auseinandersetzen. Wir werden analysieren, wie auditive und visuelle Elemente interagieren und Bedeutungen erzeugen. Dabei werden wir besonders der Frage nachgehen, wie durch diese Interaktion Machtstrukturen reproduziert, aber auch untergraben werden können.

Für die Teilnahme am Seminar inklusive vorbereitendem Lesen ausgewählter Texte sowie kleineren Hausaufgaben gibt es einen Teilnahmenachweis (‘Schein’) über 2 SWS.

In den Kunstwissenschaften im Modul BA 2. 1 VI a anrechenbar.
Für Lehramtsstudierende anrechenbar im Modul 24.

Bild: Amelie Noll

Medientheorien zur Einführung / for Beginners: z.B. Marshall McLuhan queerfeministisch und dekolonial gelesen, und was war der ‘Male Gaze’?

Vorlesung / Übung: Johanna Schaffer
Donnerstag 14-tägig, 10.30–13.15 Uhr (pünktlich)
13.04.23, 27.04.23, 11.05.23, 25.05.23, 01.06.23, 22.06.23, 06.07.23

Die Medienwissenschaften sind jung, sie entstehen im deutschsprachigen Raum erst in den 1980er und 90er Jahren, und dies mit unklarem Gegenstand (Was sind Medien? Was ist kein Medium?) und einer Vielzahl an Methoden und Ansätzen. Was sie eint, ist ihre Ausrichtung an Popkultur und Massenmedien, besonders elektronischen. Kleidung ist ein Medium, und Computer auch, sagt Marshall McLuhan 1969. Und was er damals auch schon sagt: Medien sind nicht nur sendende/projizierende Geräte, sondern sie orientieren, formen und transformieren die Subjekte und Gesellschaften, die mit ihnen und über sie kommunizieren. Diese Lehrveranstaltung bietet einen ersten Überblick über einige zentrale medietheoretische Konzepte und Protagonist:innen, mit einem Schwerpunkt auf antirassistischen, dekolonialen, queer- und transfeministischen Lesarten: Von Marshal McLuhan, queer- und transfeministisch und dekolonial gelesen, über Laura Mulveys ‘Male Gaze’, zu Stuart Hall, Judith Butler, Donna Haraway, Wendy Hui Kyong Chun und Paul Preciado.
Jede Sitzung hat zwei Teile: im ersten Teil werde ich die jeweils zu diskutierenden Konzepte und Protagonist*innen vorstellen, im zweiten Teil werden wir gemeinsam lesen — wenn auch immer nur kurz, und diskutieren.

Wer einen Teilnahmenachweis über 2 SWS erwerben will, kann entweder ein kurzes Input mündlich vorstellen oder als schriftlichen Text abgeben.
Für das Lehramt Kunst anrechenbar im Modul 24/L3, wenn eine wissenschaftliche Hausarbeit im Umfang von 15 Seiten verfasst wird.
In der Kunstwissenschaft anrechenbar in Modulen BA 2.1 Vb; VII b sowie MA 2.0 II. 1

Nachdem wir immer noch in pandemischen Verhältnissen arbeiten, gibt es die Möglichkeit, online zuzuhören.

Zum schriftlichen Teil der künstlerischen Abschlussarbeit

Übung, Johanna Schaffer
11.05.23, 16.45–18.45 Uhr,
Nordbau, TuP Arbeitsraum, 0325.

Anmelden bitte bis 10.05.23 bei Amelie Noll, amelie.noll(AT)student.uni-kassel.de

Um Euch bei der Ideenfindung darin zu unterstützen, wie der schriftliche Teil Eures Abschlusses aussehen könnte, werde ich Beispiele mitbringen, wie andere diese Aufgabe gelöst haben. Ich werde Euch das Interview als Textform und als schöne, wenn auch arbeitsaufwändige Lösung zeigen dafür, wie man zu einem Text kommen kann; und ich werde über Titelblatt, Gliederung, Inhaltsangabe und Literaturangaben sprechen, und darüber, welche Regeln es für das Zitieren gibt.
Nachdem wir immer noch in pandemischen Verhältnissen arbeiten, gibt es die Möglichkeit, online zuzuhören.

Bild: Amelie Noll

Basisklassen-Unterricht TuP

08. – 19.05.23, Miriam Schickler, Johanna Schaffer

gemeinsamer Unterricht mit Juca Julia Bender, Tristan Marie Trotz, Anna Ilin, Giuliana Brede, Amelie Noll, Roland Ronge, Laura Därr

Studentisch organisierte Schreibwerkstatt

14tägig mittwochs, 16-18h: 19.04., 03.05, 17.05, 31.05, 14.06, 28.06.

Anmeldung bei sonja.wassermannATsonda.de / marit-helenATweb.de

Wir, Marit & Sonja, organisieren als Studierende diese Schreibwerkstatt für kreatives & freies Schreiben, Assoziieren, Tool-Sharing + tolle Übungen, die dein ultimatives Schreibpotential entfachen werden. Super Leute, Super Schreiben, Super Spaß! &Keine Rechtschreibun. Kommen Sie vorbei! Keine offizielle Werkstatt. Ps: Es kann in allen sprachen geschrieben werden